"Wir hatten einen sehr guten Spielplan, hatten nach der Lauterer Druckphase am Anfang das Spiel vom Gefühl her im Griff", beschrieb der Lilien-Schlussmann das Geschehen auf dem Betzenberg.
Dann sei man "durch eine sehr, sehr gute individuelle Situation von drei Spielern" - über Patrick Pfeiffer und Fabian Nürnberger landete die Kugel beim Torschützen Isac Lidberg - in Führung gegangen. "Dann war Lautern tot." Die Lilien setzten offensiv immer wieder weitere Akzente und ließen hinten kaum etwas zu.
Dennoch sollte das Spiel in der Schlussphase noch kippen. Auf die Frage, ob Schuhen eine Erklärung für den späten Einbruch parat habe, antwortete der 32-Jährige am Sky-Mikrofon: "Nein, habe ich nicht". Allerdings habe die Atmosphäre auf dem Betzenberg sicherlich eine Rolle gespielt.
"Dann kann so eine Stimmung hier halt kippen"
"Wir lassen sie zurück ins Spiel kommen durch einzelne Situationen, für mich durch schlechte Entscheidungen im Game Management und dann kann so eine Stimmung hier halt kippen", ärgerte sich der Stammkeeper, der lange Zeit nur wenig auf seinen Kasten bekam, ab der 84. Minute dann allerdings dreimal hinter sich greifen musste.
"Wie soll ich das beschreiben", fügte Schuhen an: "es ist wie ein Streichholz, das nur darauf wartet, angezündet zu werden. Die Mannschaft hat erst nicht so gespielt, dass es angezündet wird, dann haben wir unseren Teil dazu beigetragen und mit dem Tor geht es hier natürlich los."
Schuhen schwärmt vom Betzenberg
Trotz der hitzigen Atmosphäre bei der 1:3-Niederlage geriet der Schlussmann fast ins Schwärmen: "Das ist für mich eines der beeindruckendsten und geilsten Stadien in Deutschland, es macht unglaublich Spaß, hier zu spielen."
Die Zuschauer seien "fast schon verzweifelt" gewesen, doch "dann wird das Ding hier halt gedreht, dafür ist der Betze bekannt und deswegen haben sie die drei Punkte heute geholt. Ich kenne es halt und ein paar Leute anscheinend nicht."