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Leistner: Erstes Signal von Hertha

kicker

Als "echten Führungsspieler" pries Sportdirektor Benjamin Weber Toni Leistner, "er geht auf und neben dem Platz voran, ist als Typ und Vorbild enorm wichtig für unsere Kabine. Wir sind daher glücklich, dass wir uns auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigen konnten und er weiter unser Trikot überstreifen wird." So klang das vor elf Monaten, Mitte Mai 2025, als der Abwehrhaudegen seinen auslaufenden Vertrag bei Hertha BSC um ein weiteres Jahr verlängerte.

Womöglich fallen irgendwann in den kommenden Wochen Sätze in ähnlicher Tonlage. Der Hauptstadtklub und der Innenverteidiger sind im Austausch. "Wir setzen uns nach Ostern zusammen, und dann werden wir sehen, was zustandekommt", hatte Leistner nach dem 1:0-Sieg bei Dynamo Dresden vor zwölf Tagen gesagt. Inzwischen gab es nach kicker-Informationen ein erstes Gespräch, in dem beide Seiten ihr grundsätzliches Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit hinterlegt haben. In den kommenden Wochen soll dem Vernehmen nach ein Vertragsangebot ausgearbeitet werden.

Leistners Plus: Verlässlichkeit und Zweikampfstärke

Der 35-Jährige bestritt in dieser Saison bislang 22 Liga-Einsätze (ein Tor). Er gilt als verlässlicher, zweikampfstarker Abwehrspieler, der in der Luft und am Boden mit jener schnörkellosen Konsequenz verteidigt, die nicht alle Akteure in Herthas Defensivverbund durchgehend zeigen. In dieser Spielzeit verpasste er bisher nur eine einzige Trainingseinheit - aus privaten Gründen. "Toni ist permanent im Training", sagte Hertha-Coach Stefan Leitl vor Wochen. "Das muss man schonmal hervorheben. Er ist ein absoluter Profi und ein extrem wichtiger Spieler für uns."

Im aktuellen Einjahres-Vertrag Leistners ist die Option auf eine weitere Saison verankert, die nur im Aufstiegsfall greifen würde - ein spätestens nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Wochenende eher unwahrscheinliches Szenario. Eine Verlängerung mit dem gebürtigen Dresdner, der 2023 ablösefrei vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden zu Hertha kam und vom damaligen Trainer Pal Dardai auf Anhieb zum Kapitän bestimmt wurde, würde dem Zweitliga-Sechsten in der Innenverteidigung etwas mehr Planungssicherheit geben.

Gechter zieht es in die Bundesliga, Brooks' Vertrag endet

U-21-Nationalspieler Linus Gechter zieht es in die Bundesliga, er gilt als Verkaufskandidat. Womöglich liebäugelt auch der ungarische Nationalspieler Marton Dardai mit dem nächsten Karriereschritt. Der Vertrag von Routinier John Anthony Brooks, der nach seiner Rückkehr nach Berlin im Spätsommer 2024 aus Verletzungsgründen nie ein Faktor war, läuft zum 30. Juni aus. Schon im November hatte Leistner, der im vergangenen Sommer die Binde an Fabian Reese abgab und seitdem Vize-Kapitän ist, erklärt: "Hertha BSC wird auf jeden Fall mein letzter Klub sein." Jetzt spricht einiges dafür, dass die gemeinsame Reise noch ein Jahr weitergeht.