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Leitl: "Die Saison ist noch nicht vorbei"

kicker

Fußball birgt bisweilen sehr einfache Weisheiten. Eine davon lautet: Erfolg ist durch nichts zu kompensieren. Insofern hat auch Stefan Leitl in der zurückliegenden Trainingswoche von Hertha BSC festgestellt, dass das jüngste 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg bei seinen Profis Wirkung hinterlassen hat. "Siege kann nichts ersetzen", hat der Trainer der Berliner vor dem Duell mit Preußen Münster am Freitag im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz denn auch gesagt, "es war wichtig, das Spiel gegen Nürnberg zu gewinnen. Du merkst im Training, dass wieder mehr Lockerheit zurückgekommen ist."

Gleichwohl macht Leitl deutlich, dass die Narben, die das 2:5 vor knapp zwei Wochen beim SC Paderborn und das höchstwahrscheinliche Aus von Hertha im Aufstiegsrennen hinterlassen hat, bei den Spielern noch nicht ganz verheilt sind. "Es ist nicht so, dass der Rucksack komplett weg ist", stellt er klar.

Cuisance und Dudziak spielen eventuell gemeinsam

Ebenso eindeutig ist aber auch die Haltung des 48-Jährigen hinsichtlich dessen, was er von seiner Mannschaft in kommenden Wochen noch erwartet. Zwar sagt er, dass man angesichts von acht, neun beziehungsweise zehn Punkten Rückstand zu den ersten drei Plätzen "nicht drüber sprechen" brauche, ob Hertha nochmal oben angreifen könne. Aber Leitl sagt mit Nachdruck: "Die Saison ist noch nicht vorbei. Wir können noch etwas Positives mitnehmen." Nämlich "alles rauszuholen, was möglich ist". Und das sei realistisch betrachtet der sechste Tabellenplatz, und das wiederum sei "eine coole Aufgabe", so der Trainer.

Darüber hinaus will der Hertha-Coach schon jetzt von seinen Spielern sehen, "wer bereit ist, auch in der kommenden Saison dieses Ziel anzugehen". Heißt übersetzt: Wer die nötige Hingabe und Widerstandskraft besitzt, um den Aufstieg nächstes Jahr anzugehen. Ob Jeremy Dudziak, der zuletzt gegen Nürnberg auf der Zehn überzeugte, in Münster erneut auflaufen darf, ist derweil noch offen. Möglicherweise kehrt Michael Cuisance in die Startelf zurück, aber laut Leitl eventuell auch als Teil der Doppelsechs. Dann bliebe Dudziak im Team.

Klemens fehlt weiterhin

Pascal Klemens wird in Münster derweil ebenso wenig Gelegenheit bekommen, sich einzubringen, wie die Verletzten Kennet Eichhorn (Sprunggelenkverletzung), Deyovaisio Zeefuik (Knieverletzung) und neuerdings auch Marius Gersbeck (Handverletzung) sowie Diego Demme und Maurice Krattenmacher, die beide nach ihren Blessuren wieder im Aufbautraining sind. Klemens wird auch in Münster nicht zum Kader gehören, weil Leitl von dem 21-Jährigen nach wie vor erwartet, "dass ich meine Dinge klären muss, um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren".