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Leitls Luxus-Problem mit Leistner

kicker

Die Bescherung der unerwünschten Art kam schon fünf Tage vor Heiligabend. "Eine unfassbare Frechheit" nannte Stefan Leitl die Rote Karte gegen Toni Leistner im Spiel gegen Arminia Bielefeld (1:1) nach einem Rempler gegen Isaiah Young weit weg vom eigenen Tor. Der Last-Minute-Ausgleich und die Umstände in der Schlussphase der Partie hatten Leitl und seinen Profis die Laune gründlich verdorben. Jetzt hat Leistner seine Sperre, die ein Spiel beinhaltete, abgesessen. Die Frage ist nur, ob es bei Hertha BSC im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am Samstag für den etatmäßigen Abwehrchef einen Platz in der Startelf gibt.

Gechter und Dardai verteidigen jetzt kompromissloser

Auf Leitl kommt in der letzten Reihe ein Luxus-Problem zu. Die Viererkette hat ihren Job gegen Schalke, das nicht eine Torchance verbuchte, äußerst konzentriert erledigt. Ohnehin lässt sich nach etwas mehr als der Hälfte der Saison konstatieren: Die Eigengewächse Linus Gechter und Marton Dardai, die gegen den Tabellenführer die Innenverteidigung bildeten, haben in dieser Spielzeit die nächste Stufe in ihrer Entwicklung erreicht. Im Aufbauspiel galten beide stets als begabt, inzwischen versehen sie auch ihr Kerngeschäft, das Verteidigen, mit mehr Kompromisslosigkeit und Reife. "Grundsätzlich", sagt Leitl, "bin ich mit dem Schalke-Spiel sehr zufrieden gewesen. Die Tatsache, dass wir nicht gewonnen haben, bleibt stehen. Aber insgesamt war es eine sehr gute Leistung."

Leitl: "Toni ist ein extrem wichtiger Spieler für uns"

Jetzt kehrt Leistner in den Spieltags-Kader zurück. Der 35-Jährige hat in dieser Saison in der Liga 16 von 18 Spielen bestritten, außer gegen Schalke kam er nur Anfang Dezember gegen den 1. FC Magdeburg (0:2) und Ende Oktober im DFB-Pokal gegen Elversberg (3:0) nicht zum Zug. Beide Male ließ ihn Leitl auf der Bank. Der Vize-Kapitän bringt neben seiner Erfahrung viel Zweikampf- und Kopfballstärke und ein hohes Maß an Zuverlässigkeit mit. "Toni ist ein extrem wichtiger Spieler für uns", betont Leitl und lobt dessen ständige Verfügbarkeit. "Er ist permanent im Training. Das muss man schonmal hervorheben. Er ist ein absoluter Profi."

Rechts hinten spielte Zeefuik gegen Schalke tadellos

Bis zuletzt will sich der Coach die Entscheidung, wie er beim KSC die Innenverteidigung bestückt, offenhalten. Gechter hat größere Teile der Hinrunde als Rechtsverteidiger gespielt und das zumeist passabel hinbekommen, aber er sieht sich im Zentrum besser aufgehoben - und Leitl im Grunde auch. Deyovaisio Zeefuik bot gegen Schalke rechts in der Viererkette eine tadellose Leistung und gilt mit seiner Zweikampfführung und Unerschrockenheit als Energizer fürs Hertha-Spiel. Links wiederum, wo Zeefuik in der Vergangenheit öfter gespielt hat, hat sich Michal Karbownik zuletzt stabilisiert. Beim Hinspiel gegen den KSC (0:0) agierten Leistner, Dardai und Gechter im August Seite an Seite in einer Dreierkette. Seit Mitte September setzt Leitl auf ein 4-2-3-1 - und muss am Samstag im Abwehrzentrum eine harte Entscheidung treffen.