Die klangvollen Kader der beiden Halbfinalisten der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ haben einen unverkennbar französischen Einschlag. Dass in den Reihen des Champions-League-Siegers aus Frankreich zahlreiche französische Nationalspieler stehen, mag logisch klingen. Was aber weniger intuitiv erscheint: Auch der Traditionsverein aus Madrid beschäftigt gleich mehrere französische Topstars.
In der Vereinsgeschichte hat der Real Madrid C. F. schon oft die Besten der Besten aus aller Welt zu sich geholt – und die französischen Auswahlspieler sind da keine Ausnahme. Von Raymond Kopa über Karim Benzema und Raphaël Varane bis Zinedine Zidane: Viele Größen der französischen Nationalmannschaft standen schon bei den Madrilenen unter Vertrag.
Die FIFA stellt die französischen Leistungsträger auf beiden Seiten vor, die versuchen werden, mit ihren jeweiligen Teams das Ticket für das Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ zu lösen.
Der Angreifer hat aufgrund muskulärer Probleme die Gruppenphase verpasst. Jetzt will Dembélé die herausragenden Leistungen der Saison 2024/25 krönen, in der er alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab – wobei er wettbewerbsübergreifend 34 Treffer in 51 Partien erzielte.
Der Verteidiger verfolgt dasselbe Ziel wie Dembélé. Auch er möchte seinen Trophäenschrank noch etwas auffüllen. Ob auf der linken Seite oder als Dreh- und Angelpunkt im Zentrum: Mit seiner Stabilität und seinem Kampfgeist ist er der zentrale Baustein einer nur sehr schwer zu überwindenden Defensive, die in den letzten sieben Spielen wettbewerbsübergreifend sechsmal zu Null gespielt hat. Hernández wird nach seinem Platzverweis im Viertelfinale allerdings gegen Real gesperrt sein.
Der Innenverteidiger ist ein weiterer Weltmeister in den Reihen von PSG und ein echtes Eigengewächs des Vereins. Kimpembe kam mit 10 Jahren zum Klub, hat dem Verein seither die Treue gehalten und alle Höhen und Tiefen miterlebt: Die Freude über 20 gewonnenen Meisterschaften, aber auch die schwere Zeit nach seinem Achillessehnenriss, der ihn praktisch zwei Jahre lang außer Gefecht setzte. Seit der Rückkehr von Kimpembe ist er eine feste Stütze und das Team eilt seitdem von Erfolg zu Erfolg.
Der pfeilschnelle Angreifer ist kurz vor der EURO 2024 zum französischen Nationalteam dazugestoßen. Bei der EURO trafen die Bleus in einem denkwürdigen Halbfinale auf Spanien, für das sich Barcola sicher einen anderen Ausgang gewünscht hätte: Die Spieler unter Nationaltrainer Didier Deschamp mussten sich damals mit 1:2 geschlagen geben.
Der Mittelfeldspieler gehört fest zur Generation der Wunderkinder. Als jüngster Akteur im Kader von Paris Saint-Germain wurde er bei seinem Debüt in der französischen Nationalmannschaft zugleich zum jüngsten Spieler seit 1914, der für Les Bleus auflief – beim 14:0-Kantersieg gegen Gibraltar. Und er krönte diesen historischen Tag direkt mit einem eigenen Treffer.
Der hochtalentierte Angreifer blickt auf ein sensationelles Jahr zurück. Im August 2024 gewann er mit Frankreich Silber beim Olympischen Fussballturnier der Männer in Paris – im Finale unterlagen die Gastgeber in einem spektakulären 3:5 nach Verlängerung ausgerechnet Spanien. Seitdem feierte Doué sein Debüt in der A-Nationalmannschaft und erzielte im Finale der UEFA Champions League einen Doppelpack. Sein Führungstreffer im Viertelfinale gegen den FC Bayern München ebnete den Weg zum 2:0-Erfolg.
In der Saison 2024/25 sicherten sich die Königlichen die Dienste eines französischen Weltmeisters – und der Stürmer zeigt sich in Topform. Sein Tor beim 3:2-Viertelfinalsieg über Borussia Dortmund war bereits sein 44. Treffer seit Saisonbeginn. Darunter waren auch wichtige Tore im UEFA-Superpokal und im Finale des FIFA-Interkontinental-Pokals™, die Madrid zwei weitere Titel einbrachten. Die Pariser Defensive – ohne den gesperrten Willian Pacho – kennt Mbappés Tricks nur zu gut, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie ihn stoppen können..
Der ehemalige Bordeaux-Profi gehört zu den drei Franzosen im Aufgebot von Real Madrid, die bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ das Finale erreichten. Für Les Bleus ist er längst eine feste Größe, gelegentlich vertraut ihm Didier Deschamps sogar die Kapitänsbinde an. Doch gegen das iberische Mittelfeld-Trio von PSG – Fabián Ruiz, Vitinha und João Neves – wird Tchouaméni alle Hände voll zu tun haben.
Der Mittelfeldspieler stand beim Finale in Katar ebenfalls auf dem Platz. Der bei Stade Rennais ausgebildete Camavinga durfte einen Monat vor seinem 18. Geburtstag zum ersten Mal das Trikot der Nationalelf überstreifen. Danach bekam er die Gelegenheit, bei der französischen U-21-Fußball-Nationalmannschaft weiter an seinem Talent zu feilen. Seither ist er bei allen europäischen und weltweiten Wettbewerben vertreten. Aktuell durchlebt er eine schwierige Saison, in der er sich unter anderem eine Oberschenkelverletzung zugezogen hat. Er steht aber bereits wieder im Training.
Auch den linken Flügelspieler aus Frankreich traf diese Saison das Verletzungspech. Er hat sich im März ebenfalls am Oberschenkel verletzt. Als er Ende April auf den Platz zurückkehrte, riss die Verletzung sofort wieder auf. Zur Klub-WM in den Vereinigten Staaten ist er gar nicht angereist. Durch sein Verletzungspech konnte er bei den Bleus nicht entscheidend mit eingreifen. Nach dem großen Erfolg 2018 ist er aber inzwischen wieder zum Team dazugestoßen. Der ehemalige Spieler aus Lyon hat dennoch über 200 Spiele für Real auf dem Konto. Er hat wahrscheinlich den einen oder anderen Tipp für seine Teamkollegen parat – auch, wenn er nicht mit vor Ort sein kann.