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"Licht am Ende des Tunnels" - aber Prtajin fehlt auch im Pokal

kicker

Mit einigermaßen klaren Erwartungen war Ivan Prtjain in diesem Sommer von Union Berlin zum 1. FC Kaiserslautern geholt worden. Der 29-jährige Stürmer, der seine Qualitäten zweifelsohne schon in der 2. Bundesliga nachgewiesen hat, soll mithelfen, die von Ragnar Ache hinterlassene Lücke im Sturm zu schließen.

Einem eher misslungen Pflichtspieldebüt am 1. Spieltag in Hannover (0:1; kicker-Note 4,5) konnte Prtjain aber noch keine passende Reaktion folgen lassen. Gegen Schalke (1:0) fehlte der Stürmer verletzt - und muss auch im Pokalspiel gegen Oberligist Stahnsdorf am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) noch pausieren. Anhaltende Wadenprobleme  zwingen den Kroaten, der in der vergangenen Saison weitgehend ohne Spielpraxis geblieben ist, zu einer Zwangspause.

"Die medizinische Abteilung sieht Licht am Ende des Tunnels. Ich glaube nicht, dass es ein dauerhaftes Problem ist", betonte Lieberknecht am Freitag, zwei Tage vor dem Pokalduell in Potsdam. "Er sagt, dass es sich von Tag zu Tag besser anfühlt." Allerdings - so der FCK-Coach - das habe Prtjain auch schon beim Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Schalke gesagt, das er dann aber doch abbrechen musste.

Prtjain ist einer von sechs Akteuren, auf die die Roten Teufel in der 1. DFB-Pokalrunde verzichten müssen. Auch Frank Ronstadt (Trainingsrücksstand), Kenny Prince Redondo (Probleme mit der Achillessehne), Jan Elvedi und Erik Wekesser (beide Magen-Darm-Infekt) fallen neben Torwart-Youngster Fabian Heck (Kahnbeinbruch) aus.

Stahnsdorf im Lauterer Video-Studium

Auch ohne das Sextett geht Kaiserslautern aber als klarer Favorit in das Duell mit Stahnsdorf, das sich als brandenburgischer Pokalsieger für den DFB-Pokal qualifiziert hat und auf dem Weg zum Titel unter anderem Drittligist Cottbus ausgeschaltet hat. "Vielleicht gibt es auf der einen oder anderen Position die Möglichkeiten, mal den einen oder anderen Spieler reinzuwerfen", sagt Lieberknecht. "Aber nur aufgrund der Tatsache, dass wir glauben, dass es vielleicht der bessere Spieler ist, um gegen den RSV Stahndorf zu spielen."

Soll heißen: Auf die leichte Schulter wird der Gegner nicht genommen, Drei-Klassen-Unterschied hin oder her. "Es ist eine Pflichtaufgabe. Ein Job, den wir erfüllen müssen", weiß zwar Lieberknecht, der dem Gegner aber unter anderem durch gewissenhafter Vorbereitung Respekt entgegenbringt.

Über Kontakte konnte sich das Lauterer Trainerteam Bewegtbild vom RSV beschaffen, sich unter anderem den 4:2-Sieg der Eintracht gegen Bautzen ansehen und Eindrücke aus dem rasanten 4:4 bei Halle 96 gewinnen. Die Quintessenz: Stärke bei Standards, großgewachsene Spieler, eine Mannschaft mit Talenten, angeführt von Saheed Mustapha und Louis Samson, den Lieberknecht einst bei Eintracht Braunschweig trainiert hat.

Und doch ist klar: Wenn die Partie vor rund 8000 Zuschauern im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion angepfiffen wird, ist der FCK haushoher Favorit und will dieser Rolle gerecht werden. Denn letztlich gelte auch im Pokal: "Es gibt nichts Schöneres, als Siege einzufahren", betont der FCK-Coach.