Die Karriere von Bartosz Bialek begann verheißungsvoll: Als 17-Jähriger traf er in 19 Spielen in der polnischen Liga schon neunmal und bereitete vier Treffer vor. Doch nach dem anschließenden Wechsel zum VfL Wolfsburg und drei soliden Spielzeiten geriet die Karriere des Angreifers zuletzt ein wenig ins Stocken. Der Grund: Zwei schwere Knieverletzungen. Er absolvierte lediglich sechs Partien in den vergangenen beiden Spielzeiten - dementsprechend war es keine Überraschung, dass die Wölfe den Vertrag mit dem 23-Jährigen nicht verlängerten.
15 Tage nach seinem Vertragsende bei den Niedersachsen hat Bialek einen neuen Verein gefunden. Er schließt sich Darmstadt 98 an. "Bartosz besitzt riesige Qualitäten. Er ist ein kompletter Mittelstürmer mit beidfüßigem Abschluss, Kopfballstärke und hoher Spielintelligenz", so Sportdirektor Paul Fernie.
Darmstadt trifft Vorkehrung aufgrund Verletzungshistorie
Aufgrund der Verletzungshistorie des Neuzugangs hat der 38-Jährige auch eine Vorkehrung getroffen. "Wir sind uns bewusst, dass er verletzungsbedingt in der jüngeren Vergangenheit kaum auf Spielzeit kam. Wir sind zufrieden, dass wir mit Bartosz eine Lösung gefunden haben, die diesen Hintergrund berücksichtigt", erklärte Fernie und führte aus: "Wir sehen das Engagement durch unsere derzeitige Kaderkonstellation im Sturm daher als Low-Risk-High-Reward-Verpflichtung."
Bei den Lilien trifft Bialek, der in seinen fünf Vertragsjahren beim VfL zweimal verliehen worden war (2022/23 nach Arnheim, 2023/24 nach Eupen), auf einen alten Bekannten. Er arbeitete mit Coach Florian Kohfeldt sowohl in Wolfsburg als auch in Eupen zusammen. "Es ist sicherlich nicht von Nachteil, dass ich Trainer Florian Kohfeldt bereits kenne und ein Gefühl dafür habe, was er von mir auf meiner Position erwartet", erläuterte der Stürmer. Er selbst wollte "unbedingt" nach Darmstadt und habe dafür auch andere Angebote abgelehnt.
Bialek, der mit der Trikotnummer 27 auflaufen wird, ist bereits im Trainingslager in Bad Wörishofen und wird am Dienstagvormittag die erste Einheit mit seinen neuen Kollegen absolvieren.