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Lynen: Zweckoptimismus und der veränderte Wohlfühlfaktor

kicker

Den Blick auf die Tabelle hält Senne Lynen vor dieser richtungsweisenden englischen Woche zum Restart der Bundesliga für "unnötig: Zwei, drei gute Spiele - und wir stehen sehr gut da. Zwei, drei schlechte Spiele - und wir stehen sehr schlecht da", sagt der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen.

Als Zehnter rangiert sein Klub aktuell tatsächlich an der Schwelle zwischen beiden Tabellenhälften. Doch angesichts von nur fünf Punkten Vorsprung auf Rang 16 und vor allem aufgrund der zurückliegenden dürftigen Darbietungen der Bremer erscheint die Gefahr von unten weitaus größer als die Hoffnung, den Anschluss nach oben herzustellen.

Zumal Werder seit fünf Bundesligaspielen ohne Sieg ist, seit drei Spielen ohne eigenen Treffer (das offensiv einmal mehr erschreckend schwache 0:0-Testspiel beim FC St. Pauli inklusive) und die drei kommenden Gegner zunächst einmal heißen: Hoffenheim (Samstag), Dortmund (Dienstag) und Frankfurt (Freitag). Ein anspruchsvolles Programm.

Lynen: "Wenn ich das nicht fühle …"

"Wenn man relativ einfache Gegner hat und dann zwei, drei schlechte Spiele hat, wäre es noch schlimmer", hält Lynen jedoch dagegen. Klingt so Zweckoptimismus? "Es ist wieder eine Chance für uns", so der Belgier weiter: "Wenn wir gute Spiele zeigen, ist alles wieder sehr, sehr positiv …"

Kann er denn trotzdem nachvollziehen, dass sich angesichts des schwachen Trends so manch einer Sorgen macht um den SV Werder für die verbleibende Saison? "Ja, verstehe ich" - aber was solle er dem schon entgegnen …

Sein Gefühl jedenfalls bleibe gut, denn: "Wenn ich das nicht fühle - dann hört es auf. Dann geht es nicht mehr", betont Lynen: "Ich glaube an die Leute und an das ganze Team. Und ich hoffe, dass wir jetzt zusammenkommen."

Werder-Systemanpassung: "Andere fühlen sich besser"

Jener Glaube indes ist auch mit der taktischen Rückkehr zur in den vergangenen Jahren bewährten Dreierkette verbunden, wie der Mittelfeldspieler durchblicken lässt: "Mit der Umstellung war schon in Augsburg das Gefühl auf dem Platz defensiv deutlich besser."

Und offensiv? "Das wird jetzt kommen, das braucht Zeit", prognostiziert der 26-Jährige, für den sich auf der Sechs zwar selbst nicht allzu viel verändere. Bemerkenswert war dann aber doch vor allem jener Satz von Lynen dazu: "Ich fühle mich sehr wohl, weil ich weiß, dass andere Spieler sich damit besser fühlen." Fehlen nun also nur noch bessere Ergebnisse.