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Matchwinner Maglica: "Bin ein bisschen bekannt für meinen starken Schuss"

kicker

Nach einer schwachen ersten Halbzeit nahm Trainer Florian Kohfeldt seine Mannschaft in der Pause in die Pflicht: "Wir haben heute vielleicht nicht unseren besten Tag. Aber wir müssen einen Weg finden, dieses Spiel zu gewinnen", sagte er seinem Team. Am Ende war es dann vor allem ein glückliches Händchen des Lilien-Trainers, das für die Entscheidung zu Gunsten des SV Darmstadt 98 sorgte.

Anweisung von außen vor dem Siegtor

In der 84. Minute stellte er auf Dreier-Abwehrkette um und brachte Matej Maglica. Wenige Augenblicke später gab es nach einer Notbremse und der Roten Karten für Braunschweigs Kapitän Sven Köhler Freistoß für Darmstadt in zentraler Position. Fabian Nürnberger, Killian Corredor und Maglica standen bereit. Während die ersten beiden als filigrane Schützen gelten, steht der kroatische Innenverteidiger vor allem für Wucht. Kohfeldt schaltete sich von der Außenlinie ein und ließ Maglica über Aleksandar Vukotic ausrichten, dass dieser schießen sollte. Und der hämmerte den Ball humorlos durch die Mauer zum 2:1-Siegtor für die Lilien ins Braunschweiger Netz.

"Ich bin ein bisschen bekannt dafür, dass ich einen starken Schuss habe", sagte der 26 Jahre alte Kroate strahlend nach dem Spiel. Dabei hatte der Tag für ihn mit einer Enttäuschung begonnen. Nachdem er beim Spiel in Kaiserslautern noch in der Startformation in der Dreierkette gestanden hatte, entschied sich Kohfeldt gegen Braunschweig für einen Viererkette und Maglica musste zunächst auf die Bank.

Joker-Tore - für Kohfeldt vor allem Symbolik

In Kaiserslautern hatten die Lilien durch drei Jokertore noch die Punkte aus der Hand gegeben. Nun sorgte ein Lilien-Joker für den mühsam erarbeiteten Sieg gegen Braunschweig. Kohfeldt, der gegen die Niedersachsen nahezu auf den Tag genau vor einem Jahr seinen Einstand in Darmstadt gegeben hatte, wollte dem allerdings nicht allzu viel Bedeutung zumessen. Solche Themen hätten eher Symbolik nach außen, aber seien inhaltlich nicht wirklich relevant, sagte er.

Im Vergleich zum Amtsantritt von Kohfeldt vor einem Jahr stehen die Lilien aber deutlich besser da. Damals waren es nach fünf Spieltagen gerade zwei magere Zähler. Heute sind es nach der gleichen Zahl von Spieltagen bereits zehn Punkte.

Deutlich bessere Bilanz als vor einem Jahr

Und noch ein Punkt wird im Jahresvergleich deutlich: Während die Lilien in der vergangenen Saison wegen der vielen Verletzten häufig mit dem letzten Aufgebot antraten, konnte sich Kohfeldt es jetzt leisten, auf dem leicht angeschlagenen Bartosz Bialek (Rücken) und den müden Jean-Paul Boetius (Reise zur Nationalelf von Suriname) komplett zu verzichten und Neuzugang Marco Richter nach des Muskelverletzung aus Vorsichtsgründen 90 Minuten auf der Bank zu lassen.