Im Januar 2023 kam Jovan Milosevic für 1,2 Millionen Euro von Vojvodina Novi Sad zum VfB, konnte sich bei den Schwaben dann aber nicht in den Vordergrund spielen. Es folgte eine Leihe zum FC St. Gallen und zuletzt zu Partizan Belgrad, wo er schlussendlich aufblühte. In 17 Ligaspielen gelangen ihm zwölf Tore und vier Assists, auch schaffte er den Sprung in die serbische Nationalmannschaft. Sein einjähriger Leihvertrag mit Partizan endete jedoch Silvester und die Bemühungen der Serben, den Spieler darüber hinaus in Belgrad zu halten, erwiesen sich als erfolglos.
Partizan hatte dem Vernehmen nach eine Leihe mit anschließender Kaufoption über fünf Millionen Euro geboten, der Spieler selbst war auch nicht abgeneigt, in Belgrad zu bleiben. Doch beim VfB hatte man offensichtlich ganz andere Pläne. "Die Entwicklung ist super, wir sprechen natürlich nicht erst seit gestern viel über seine Personalie", hatte Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß unlängst gesagt, wohlwissend, dass es für Jovanovic im aktuellen VfB-Sturm um Ermedin Demirovic und dem formstarken Deniz Undav keine wirkliche Perspektive gibt.
Partizan blitzt ab - Medizincheck am Wochenende
So sehr sich Partizan auch bemühte, eine Rückkehr in die sportlich eher zweitklassige serbische Liga schien keine gute Option für den 20-Jährigen, der den nächsten Schritt in seiner Karriere machen soll und sich auch auf höherem Niveau beweisen muss. Interessenten an einer Leihe gab es unter anderem aus Spanien, doch nun bleibt er offenbar der Bundesliga erhalten. Wie Sky zuerst berichtete, soll eine Einigung unmittelbar bevorstehen. Der Serbe soll noch am Wochenende nach Bremen zum Medizincheck kommen und anschließend für den Rest der Saison ausgeliehen werden.
Mit dem Transfer geht Werder Bremen ein elementares Problem an, denn die Hanseaten hatten in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder offensive Defizite offenbart, was auch den Machern an der Weser nicht entgangen ist. Ein Grund dafür war auch, dass der im August am letzten Tag der Transferfrist von Bayer Leverkusen ausgeliehene Victor Boniface die an ihn gestellten hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Zudem droht dem Nigerianer eine mögliche Knieoperation und damit ein mehrmonatiger Ausfall, was eine vorzeitige Trennung aktuell sehr wahrscheinlich macht.
Wie auch immer, an der Weser hat man die Offensive als Problemzone erkannt - und mit Milosevic würde man den Versuch unternehmen, genau dagegen etwas zu tun. In Bremen winkt dem Serben Spielpraxis, also auch genau das, was der VfB sich für den Spieler vorstellt, ergo sind alle Parteien durchaus bestrebt, den Deal zu realisieren. Final ist der Transfer nach kicker-Informationen aber noch nicht, da noch Vertragsdetails zu klären sind.