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Mit breiter Brust nach Jena: Magdeburgs U 23 überzeugt mit jugendlicher Leichtigkeit

kicker

Mit 0:1 unterlag die U 23 des 1. FC Magdeburg am Dienstagabend der VSG Altglienicke. Gegen die Berliner, die mit zweit- und drittligaerfahrenen Spielern wie Jonas Nietfeld, Philip Türpitz und Damian Roßbach gespickt waren, hielt der Aufsteiger aus Magdeburg gut mit. Wie in anderen Duellen gegen Topteams scheiterte die FCM-Reserve jedoch an Kleinigkeiten - und auch ein Stück weit an sich selbst.

Interimstrainer Daniel Wölfel war nach dem Abpfiff entsprechend gelaunt. "Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel zu gewinnen, das haben wir nicht geschafft und entsprechend ist die Enttäuschung natürlich da", erklärte der 35-Jährige. Altglienicke habe die Fehler der Magdeburger in der ersten Halbzeit bestraft. "Wir sind dann angerannt, waren aber zu ungenau", so Wölfel.

Spielidee an die der Zweitligamannschaft angelehnt

Die Magdeburger haben sich mit einer jungen Truppe (Durchschnittsalter 22,5 Jahre) schnell in der komplizierten Regionalliga Nordost zurechtgefunden und dürften - Stand jetzt - mit dem Abstiegskampf wenig zu tun haben. Dabei profitieren die Elbestädter vor allem von einer oft gut funktionierenden Offensive, die mit 24 Treffern die viertbeste der Liga ist. In der Spielanlage agiert die Reserve des Zweitligisten sehr ähnlich zur ersten Herrenmannschaft: Über Ballbesitz und Flügelspiel mit schnellen Außenstürmern soll der Torerfolg gelingen.

Wie die Profimannschaft ist auch die Reserve nicht davor gefeit, in der Defensive manchmal zu sehr auf spielerische Lösungen zu setzen, statt den klärenden langen Ball zu spielen. Gegen Altglienicke fiel der entscheidende Gegentreffer - durch Nietfeld - nach einer Flanke von rechts, die haarscharf an gleich vier Magdeburgern vorbeiflog und so nicht verteidigt werden konnte. Dass die Berliner darüber hinaus allerdings nur wenig Torchancen produzierten, spricht wiederum für die Qualität der jungen Magdeburger Elf.

"Wir können mit Topmannschaften mithalten, sind da fußballerisch auf demselben Level. Aber heute war es leider so, dass wir zu ungenau waren, um etwas Zählbares herauszubekommen", stellte auch Kapitän Julius Pfennig fest. "Wir gehen in jedes Spiel, um dominant aufzutreten und zu gewinnen - so auch beim Auswärtsspiel in Jena", kündigte der 22-Jährige an.

Schweres Auswärtsspiel in Jena

In Jena hängen die Trauben natürlich hoch. Der FCC musste erst eine Ligapleite hinnehmen - gegen Altglienicke. Ob mit dem Spiel gegen Jena auch die Rolle von Interimstrainer Daniel Wölfel endet, hängt wohl vor allem davon ab, wie erfolgreich das bisherige Trainerduo Petrik Sander und Pascal Ibold bei der Betreuung der ersten Mannschaft in Liga 2 ist.

"Ich drücke unseren Trainern die Daumen, dass die da eine gute Arbeit machen, aber es ist auch schön, wenn sie wieder bei uns sind, weil das einfach ein vertrautes Umfeld ist. Vertraute Abläufe sind mit Daniel [Wölfel] nicht ganz so - aber das ist normal, weil er erst seit zwei Wochen bei uns ist", machte Pfennig keinen Hehl daraus, wie er sich die Zukunft des Trainerduos Sander/Ibold wünscht.