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Moerstedt vor Verlängerung

kicker

Aus Hoffenheims Trainingslager im spanischen Girona berichtet Michael Pfeifer

Ohnehin ist Max Moerstedt noch bis 2027 an seinen Ausbildungsverein gebunden. Dennoch laufen längst die Gespräche um eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Hoffenheimer Toptalent, um das derzeit vielversprechendste Eigengewächs langfristig an die TSG zu binden und bei erhoffter Entwicklung irgendwann auch entsprechende Transfererlöse zu erzielen. Nach kicker-Informationen stehen Einigung und Vollzug unmittelbar bevor.

Kein zweiter Flop Marke Bischof

Es ist nicht nur, aber auch eine Konsequenz aus der Pleite rund um Moerstedts "Vorgänger". Denn mit Tom Bischof hatten die Kraichgauer zuletzt ihr größtes Talent nahezu ablösefrei zum FC Bayern München ziehen lassen müssen. Nur eine läppische Entschädigung von 300.000 Euro war geflossen, weil es Bischof wegen der anstehenden Klub-WM noch vor Ablauf seines Kontraktes zu den Münchnern gezogen hatte.

Größtes Versprechen auf dem deutschen Stürmermarkt

Wegen der verpassten Verlängerung mit Bischof war Hoffenheim mutmaßlich eine deutlich zweistellige Millionenablöse durch die Lappen gegangen, das soll sich keinesfalls wiederholen. Also wurden nun die Gespräche mit Moerstedt weiträumig gestartet und stehen nun vor dem Abschluss. Es ist davon auszugehen, dass in dem neuen Konstrukt nicht nur die Laufzeit ausgeweitet, sondern auch das Gehalt deutlich angehoben wurde. Vermutlich ist Moerstedt nun drei zusätzliche Jahre unter Vertrag, in deren Verlauf auch verschiedene Ausstiegs-Szenarien und -Zeitpunkte festgehalten sein dürften.

Abstecher zum FC Bayern

Moerstedt gilt als eines der größten Versprechen auf dem deutschen Stürmermarkt. Der 19-Jährige, der in der kommenden Woche seinen 20. Geburtstag feiert, hatte durchaus auch schon einen Markt und das Interesse auch von Bundesligakonkurrenten bereits geweckt. In Stuttgart war der lange Schlaks kurz als Nachfolger von Nick Woltemade ins Spiel gebracht worden, auch Eintracht Frankfurt soll seine Fühler ausgestreckt haben.

Bereits vor sechs Jahren hatte der FC Bayern den gebürtigen Mannheimer in seine Nachwuchsakademie geholt, ein Jahr später aber zog es ihn in den Nachwuchs der TSG. Wie im Klub durchlief Moerstedt auch für den DFB ab der U 16 sämtliche Juniorenteams und wurde mit der U-17-Nationalelf Europa- und Weltmeister. Parallel fuhr er mit der Hoffenheimer U 19 die Deutsche Meisterschaft ein und wurde nationaler Torschützenkönig. Mit der deutschen U 19 scheiterte er im Sommer im EM-Halbfinale.

Moerstedt wird behutsam aufgebaut

Für die Hoffenheimer Profis hatte der U-20-Nationalspieler bereits vor zwei Jahren debütiert, in der Vorsaison verzeichnete Moerstedt ein Dutzend Liga-Einsätze und auch sieben Spiele in der Europa League, wo er auch sein erstes Pflichtspieltor für die TSG markierte. In der aktuellen Spielzeit traf er in der ersten Pokalrunde beim 4:0 in Rostock doppelt, in der Bundesliga wurde er von Trainer Christian Ilzer neunmal eingewechselt.

Moerstedt soll weiter behutsam, aber dann auch nachhaltig an die Stammformation herangeführt werden. Derzeit muss sich das Talent noch hinter Fisnik Asllani oder Tim Lemperle anstellen. Mittelfristig aber soll der trotz seiner Körperlänge enorm schnelle und schussstarke Angreifer in Hoffenheim durchstarten