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Nach 1:12 gegen Hohkeppel: Schlusslicht Pesch "benötigt kompletten Neustart"

kicker

Es war ein Nachmittag zum Vergessen. Kurz vor der Winterpause erlitt der FC Pesch beim SV Eintracht Hohkeppel eine empfindliche 1:12-Niederlage - die höchste der laufenden Saison. Bereits zur Halbzeit stand es 6:1 für die Gastgeber. Auch nach Wiederanpfiff erhöhte Hohkeppel Schritt für Schritt das Tempo und die Trefferzahl.

Nach 15 Spielen steht der FC Pesch mit fünf Punkten am Tabellenende der Mittelrheinliga. Das Torverhältnis beträgt 18:65, der Rückstand auf das rettende Ufer neun Punkte. Die Mannschaft wartet seit neun Pflichtspielen auf einen Sieg. In einzelnen Phasen zeigte sie Offensivpotenzial, defensiv waren die Fehler jedoch häufig zu gravierend, um einen positiven Ausgang zu ermöglichen.

Saisonstart und Trainerwechsel: Hoffnung ohne Wirkung

Die Probleme begannen bereits zu Saisonbeginn. Pesch startete im zweiten Jahr nach dem Aufstieg mit zwei Niederlagen (0:1 gegen Fortuna Köln II und 1:3 beim 1. FC Düren) in die Mittelrheinliga. Kurz nach Saisonbeginn verließ dann auch noch Trainer Abdullah Keseroglu den Verein und wechselte zu Eintracht Hohkeppel. Adriano Terranova, Ur-Pescher und ursprünglich Trainer der zweiten Mannschaft, übernahm gemeinsam mit Himmet Kol kurzfristig die erste Mannschaft - ohne Vorbereitung, mitten in eine Phase der Verunsicherung hinein.

Zwar konnte Pesch offensiv gelegentlich Akzente setzen, die Mannschaft offenbarte aber immer wieder gravierende Schwächen in der Defensive. Spiele wurden durch individuelle Fehler entschieden, Rückschläge ließen sich kaum kompensieren. Erschwerend kamen personelle Probleme hinzu. Mehrere Langzeitverletzte schränkten die Möglichkeiten zur Rotation stark ein, Mamadou Ba stand aus familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung. Junge oder angeschlagene Spieler mussten dauerhaft Verantwortung übernehmen.

Rücktritt des Trainerduos

Unmittelbar nach der 1:12-Niederlage traten Adriano Terranova und Himmet Kol von ihren Ämtern zurück. Terranova hatte den Schritt bereits nach der 2:6-Heimspielniederlage gegen BW Königsdorf gefasst, Kol führte die Mannschaft noch bis zum Ende der Hinrunde. Wie der Verein mitteilte, erfolgte die Entscheidung aus Verantwortung für den Klub.

Die Analyse der Übungsleiter fiel eindeutig aus: Die Mannschaft benötigt einen kompletten Neustart, und sie selbst sahen keine Möglichkeit mehr, sportlich weiterzuhelfen. In der offiziellen Mitteilung heißt es: "Nach Einschätzung der Trainer benötigt die Mannschaft nun einen kompletten Neustart. Zum Ende der Hinrunde hatten beide nicht mehr das Gefühl, der Mannschaft in der aktuellen Situation weiterhelfen zu können."

Für den FC Pesch beginnt nun die Phase eines kompletten Resets. Über die Winterpause sollen Kader, Trainingsstrukturen und Organisation überprüft und neu ausgerichtet werden. Ziel ist es, die Mannschaft für die Rückrunde wieder konkurrenzfähig zu machen und den Klassenerhalt in der Mittelrheinliga zu sichern. Das 1:12 gegen Hohkeppel markiert dabei nicht nur einen sportlichen Tiefpunkt, sondern unterstreicht die Dringlichkeit umfassender Veränderungen. Der Verein ließ in seiner Pressemitteilung offen, wie dieser Neustart konkret aussehen soll. Die nächsten Wochen dürften also spannend werden.