Bereits in der 19. Minute hatte Andras Schäfer beim Heimspiel des 1. FC Union gegen Werder Bremen die Rote Karte gesehen. Aus der 1:0-Führung zu diesem frühen Zeitpunkt wurde am Ende noch eine klare 1:4-Schlappe für die Eisernen, die sich nun wieder mehr denn je mit dem Blick nach unten beschäftigen müssen.
Schäfer war Bremens Jens Stage im Mittelfeld auf den Fuß getreten. Schiedsrichter Timo Gerach (kicker-Note 5,0) hatte perfekte Sicht und zückte sofort die Rote Karte. Der VAR hatte nichts zu beanstanden. Jede Menge Diskussionen gab es unmittelbar nach dem Platzverweis und auch nach dem Schlusspfiff aufgrund der zweifellos sehr harten Entscheidung des Unparteiischen.
Khedira: "Ist es oberhalb vom Knöchel?"
"Ist es oberhalb vom Knöchel? Ist es nicht. Also ist es keine Rote Karte", hatte beispielsweise Union-Kapitän Rani Khedira bei DAZN geäußert und von einer Fehlentscheidung gesprochen. Für seinen Trainer Steffen Baumgart war es "eine klare Gelbe Karte". Aussagen, die den Platzverweis gegen Schäfer naturgemäß nicht mehr revidierten.
Das DFB-Sportgericht beschäftigte sich vielmehr inzwischen mit dem Strafmaß gegen den Mittelfeldspieler. Schäfer muss in den kommenden beiden Bundesliga-Spielen der Hauptstädter zuschauen. Er fehlt Baumgart damit am Sonntag (17.30 Uhr) auswärts beim SC Freiburg und die Woche darauf bei den Bayern (21. März, 15.30 Uhr).
Zuletzt dreimal in Baumgarts Startformation
Erst im nächsten Heimspiel in Köpenick am 5. April (15.30 Uhr) gegen den FC St. Pauli darf der Ungar, der bislang in 21 Liga-Spielen eingesetzt wurde (ein Tor, kicker-Notenschnitt 3,75) dann wieder mitmischen. In den vergangenen drei Partien hatte Baumgart Schäfer jeweils in seiner Startformation gebracht.