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Nach Würgegriff: Yardimci entschuldigt sich - nur nicht bei Tomiak

kicker

Ungewöhnlich deutlich wurde Erencan Yardimci schon direkt nach dem Niedersachsenderby kritisiert. Denn die 0:3-Pleite von Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 hatte ihren Ursprung in der 20. Minute.

Nach einem Foul von Hannovers Hayate Matsuda an Florian Flick gerieten abseits vom Geschehen Boris Tomiak und Yardimci aneinander. Dem Braunschweiger brannten dabei völlig die Sicherungen durch, er griff Tomiak mit beiden Händen an den Hals und würgte ihn für kurze Zeit. Referee Robert Hartmann ahndete das völlig zu Recht als Tätlichkeit und stellte Yardimci, Braunschweigs besten Angreifer, mit glatt Rot vom Platz.

Keine Entschuldigung bei Gegenspieler Tomiak

"Das ist inakzeptabel", kommentierte Trainer Heiner Backhaus. "Wir werden die Rote Karte intern klären. Jeder hat anhand des Spielverlaufs gesehen, wie schmerzhaft die Karte für uns war, aber öffentlich werde ich da nicht mehr zu sagen", wurde auch BTSV-Kapitän Sven Köhler deutlich.

Tags darauf postete Yardimci auf Social Media eine Entschuldigung. "In einem so wichtigen Spiel habe ich in einem Moment voller Emotionen auf dem Platz die Kontrolle verloren und meine Mannschaft in einer so entscheidenden Partie im Stich gelassen", heißt es dort und weiter: "Dieses Verhalten spiegelt weder meinen Charakter noch meine Verbundenheit zu meinem Team wider. Ich möchte mich aufrichtig bei meinen Mitspielern, dem Trainerteam und vor allem bei unseren Fans entschuldigen, die in jeder Situation hinter mir stehen."

Er werde seine Lehren daraus ziehen, heißt es abschließend. Auffällig ist allerdings, dass er sich mit keinem Wort bei Gegenspieler Tomiak in seinem Statement entschuldigt. Strafmildernd wirkten sich seine Worte allerdings nicht aus. Am Montagnachmittag gab der DFB die Strafe bekannt, mit drei Spielen fiel die Sperre wie erwartet aus. Damit muss Braunschweig in den kommenden Spielen beim 1. FC Nürnberg (1. November), gegen den VfL Bochum (9. November) sowie bei Hertha BSC (21. November) auf den Yardimci verzichten.

Fünf Platzverweise in zehn Spielen

Platzverweise sind ohnehin großes Thema in Braunschweig und dürften auf der Agenda stehen. "Fünf Rote Karten in zehn Spielen sind in Summe einfach zu viel. Die Hälfte der Spiele in Unterzahl zu beenden, kann nicht gut gehen", weiß Köhler, der selbst schon in die Statistik einging und künftig auf mehr Disziplin hofft.