Das 0:2 in der Slowakei war ein echter Wirkungstreffer für den deutschen Fußball auf dem Weg zur WM 2026. Entsprechend war die Niederlage auch am Sonntag vor dem Spiel in Köln gegen Nordirland noch Thema.
So war etwa Debütant Nnamdi Collins von Eintracht Frankfurt als rechter Außenverteidiger völlig überfordert. Bundestrainer Julian Nagelsmann verteidigte die Entscheidung im RTL-Interview allerdings: "Am Ende müssen wir als Trainer manchmal ein wenig etwas probieren. Wir können ja nicht immer sagen: 'Warum haben wir in Deutschland keine Außenverteidiger?' Dann lassen wir welche spielen und wir sagen: 'Warum hat er den jetzt spielen lassen?' Also irgendeinen 'Tod' muss ich ja mal sterben. Wir müssen etwas probieren und den Jungs auch Entwicklungschancen geben. Wenn wir sie auf der Bank sitzen lassen, wissen wir nie, wie sie spielen."
Bundestrainer gibt Einblick in seine Gedanken
Am Sonntagabend saß er jedenfalls nur auf der Bank und Nagelsmann hatte auf Dreierkette umgestellt und gab Einblicke in seine Überlegungen. "Wer hat eine gewisse Druckresistenz?", war einer der Gedanken. "Wir haben überlegt, wer hat eine gute Form. Wer bringt die nötigen Emotionen mit? Wer kann in gewissen Spielsituationen von der Bank noch ein bisschen was einbringen?"
So ergaben sich insgesamt fünf Änderungen. Statt Collins, Jonathan Tah, Maximilian Mittelstädt, Leon Goretzka und Angelo Stiller (alle Bank) begannen Waldemar Anton, Robin Koch, Pascal Groß, David Raum und Jamie Leweling.
Er habe mit allen gesprochen, "die gespielt haben und jetzt nicht mehr spielen. Ich habe auch mit Spielern gesprochen, die beide Spiele nicht von Beginn an spielen. Ich habe die Woche sehr viel gesprochen, vielleicht sogar zu viel. Wir müssen ein bisschen mehr machen als sprechen am Ende des Tages."