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Neubauers Druck vor dem Trainingslager

kicker

Er gehörte zu den ersten Neuzugängen bei Hannover 96 für die kommende Saison: Die Verpflichtung von Maurice Neubauer gaben die Niedersachsen bereits am 16. April bekannt. Mittlerweile haben die Hannoveraner schon 13 Neue verpflichtet. Neubauer kam von der SV Elversberg nach Hannover. Der Linksverteidiger hat in der abgelaufenen Saison alle 34 Ligaspiele für die Saarländer absolviert, schoss drei Tore (kicker-Durchschnittsnote: 3,06).

2020 wechselte Neubauer vom FC 08 Homburg zum damaligen Regionalligisten nach Elversberg und stand mit dem Klub 2025 vor dem Tor zur 1. Bundesliga. "Ich hatte auch einige Phasen, in denen es nicht nur gut lief, war verletzt, bin aber meinen Weg gegangen", betont der Defensivakteur, der mit Elversberg in diesem Jahr knapp den Erstliga-Aufstieg verpasste. In der Relegation scheiterte die SVE am 1. FC Heidenheim. "Die Enttäuschung darüber war natürlich groß. Ich habe schon die zwei Wochen Urlaub gebraucht, um das zu verdauen", gibt Neubauer zu.

Neubauer als Dauerläufer

Nun will er sich nach fünf Jahren in Elversberg auch in Hannover etablieren. "Er wird mit seiner Spielweise und seiner Mentalität auf unserer linken Seite für Belebung sorgen", war sich 96-Geschäftsführer Marcus Mann schon im April sicher. Im läuferischen Bereich zählt der Neuzugang zur Top-5 der Liga. Diese läuferischen Fähigkeiten sind in Hannover von großem Vorteil.

Der neue Trainer Christian Titz lässt gerne zwischen zwei und zweieinhalb Stunden trainieren. "Es braucht etwas Zeit, um sich an die langen Einheiten zu gewöhnen. Es ist von der Länge her mehr als in Elversberg. Das ist schon eine Umstellung. Aber wir haben auch genug Pausen", erzählt der 29-Jährige. "Es ist gut, dass wir schon ein so hohes Level haben, damit wir in der Saison eine Schippe drauflegen können."

Das wird 96 auch müssen nach einer durchwachsenen Saison mit Tabellenplatz 9 zum Abschluss. In der neuen Spielzeit ist der Druck groß: Fans und Umfeld erwarten zumindest, dass die Hannoveraner um den Aufstieg mitspielen.

Bachelor-Studium während der Vorbereitung

Druck hat Neubauer, der in seiner Jugend unter anderem bei Schalke 04 gespielt hat, auch bei der Fertigstellung seiner Bachelor-Arbeit im Fach Betriebswirtschaftslehre. Bis zum 96-Trainingslager im österreichischen Saalfelden, das am 13. Juli beginnt, will Neubauer seine Arbeit abgegeben haben. Im Vordergrund steht für den gebürtigen Recklinghäuser aber immer der Fußball. "Das Studium ist als Absicherung gedacht. Man weiß ja nie, was im Leben noch passiert."