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Neue Heimat der Münchner Frauen-Teams: FC Bayern kauft Sportpark Unterhaching

kicker

Dass der FC Bayern München den Sportpark in Unterhaching übernehmen möchte, war in den vergangenen Wochen bereits ein offenes Geheimnis, nachdem die SpVgg Unterhaching ihr Vorkaufsrecht in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro im Sommer verstreichen ließ. Es fehlte nur noch die Zustimmung des Hachinger Gemeinderats. In einer nicht öffentlichen Sitzung am vergangenen Mittwochabend gab dieser schließlich dem Verkauf des Sportparks an die dem FC Bayern gehörende "Allianz Arena München Stadion GmbH" einstimmig grünes Licht. Am Dienstagabend bestätigte nun auch der Rekordmeister, der mit Beginn des neuen Jahres das Ruder im Sportpark übernehmen wird, den Kauf offiziell.

Künftig soll der Sportpark im Münchner Süden nach entsprechenden infrastrukturellen Anpassungen Heimatort der Frauen des FC Bayern werden. Bisher trainierten und spielten diese am Bayern-Campus, dessen Kapazität von 2.500 Zuschauern jedoch nicht den Anforderungen entsprach, die der Verein für Bundesliga- und Europapokalspiele seiner Frauenmannschaft für angemessen hielt. Mit einer Kapazität von knapp über 15.000 Zuschauern bietet der Hachinger Sportpark nun deutlich bessere Rahmenbedingungen.

"Der Erwerb des Sportparks Unterhaching ist ein weiterer Meilenstein für die gesamte Entwicklung unserer FC Bayern Frauen", wird Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen auf der Münchner Homepage zitiert. "Die neue sportliche Heimat unseres Frauen-Teams wird die Anforderungen der UEFA erfüllen und auch der Zuschauernachfrage in Zukunft gerecht." Mittelfristig, so Dreesen, solle der Sportpark Unterhaching die neue Heimat für den kompletten FC Bayern Frauenfußball werden.

Auch die SpVgg Unterhaching wird ihre Heimspiele weiterhin in gewohnter Umgebung austragen. "Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten intensive Diskussionen darüber geführt, wie wir unsere Zukunft im Sportpark gestalten wollen", erklärt Hachings Präsident Manfred Schwabl.

Letztlich sei man zu der Einschätzung gelangt, dass es für die SpVgg Unterhaching die beste Lösung sei, mit dem FC Bayern als zukünftigen Eigentümer des Stadions eine Partnerschaft einzugehen. "So behalten wir mit dem Stadion am Sportpark unsere sportliche Heimat, und diese wird durch Infrastrukturmaßnahmen fit gemacht für die Zukunft mit den stetig wachsenden Anforderungen im Profifußball", freut sich Schwabl, der seinen Dank an den FC Bayern mit Jan-Christian Dreesen an der Spitze für faire und konstruktive Gespräche richtet. "Wir haben eine Lösung gefunden, die für alle Parteien nur Vorteile bringt und die einen weiteren Meilenstein unserer partnerschaftlichen Beziehung markiert."

Perspektivisch ist zudem denkbar, dass die U 23 des FC Bayern für ihre Heimspiele ebenfalls nach Unterhaching umzieht. Aktuell tragen die Bayern-Amateure ihre Partien neben dem TSV 1860 München im Grünwalder Stadion aus. Die Löwen liebäugeln schon länger mit einem Umbau in der aktuell 15.000 Fans fassenden Sportstätte auf Giesings Höhen.