Al Hilal spielt eine herausragende FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™. Noch ungeschlagen knüpfte man dem Real Madrid C.F. ein Remis ab und bezwang auf dem Weg ins Viertelfinale sogar Manchester City. Mit ordentlich Rückenwind und einer Mannschaft voller heimlicher Helden geht es nun am Freitag gegen den brasilianischen Traditionsklub Fluminense FC, wo es um den Einzug ins Halbfinale geht.
Erst kurz vor Turnierbeginn hat Cheftrainer Simone Inzaghi begonnen neue taktische Ideen einzuführen und Spieler auf ungewohnten Positionen einzusetzen und trägt dadurch einen großen Teil zum bisherigen Erfolg auf US-amerikanischem Boden bei.
Zwei Spieler verkörpern den neuen Spirit der neuen Blues ganz besonders: Der Portugiese Rúben Neves und der Saudi Nasser Al Dawsari. Ihre beeindruckende taktische Flexibilität hat den Verlauf entscheidender Partien maßgeblich beeinflusst und gewendet.
Dank seines Spielverständnisses, seiner Passstärke und seiner Fähigkeit, das Tempo einer Partie zu diktieren ist Neves seit Langem als Topspieler im zentralen Mittelfeld bekannt. Als klassischer Sechser lenkt er das Spiel von hinten heraus und ist gleichzeitig ein zentraler Fixpunkt in der Defensive. Unter Inzaghi, der kein Problem damit hat, Positionen flexibel seinem Spielplan anzupassen, agiert Neves nun deutlich variabler.
Der 28-Jährige begann das Turnier auf seiner gewohnten Position und erzielte dabei per Elfmeter auch das einzige Tor seines Teams gegen Real Madrid. Für das Duell mit Manchester City änderte Inzaghi seine taktische Einstellung: Immer wieder ließ er Neves zurückfallen, um als dritter Innenverteidiger zu agieren. Eine Rolle, die der Portugiese zuvor nur selten übernommen hatte.
Mit souveräner Defensivarbeit, starkem Spielverständnis und effektiver Balleroberung, kombiniert mit seiner gewohnt eleganten Art, das Spiel nach vorne aufzuziehen, lieferte er eine herausragende Leistung ab. Kurz gesagt: Neves bewies, dass er ein Topspieler ist, der positionsunabhängig glänzen kann.
Nach dem zweiten Spiel der Blues gegen den FC Salzburg sagte Neves gegenüber der FIFA: "Wir müssen uns nur defensiv noch verbessern und präziser werden."
Der portugiesische Star trug definitiv seinen Teil dazu bei: Beim 2:0-Sieg gegen den CF Pachuca zeigte Neves erneut eine starke Vorstellung und führte Al Hilal damit souverän in die K.o.-Runde der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™.
Vor dem Turnier galt Angreifer Salem Al Dawsari als der prominentere der beiden Namensvetter und wurde als Schlüsselspieler von Al Hilal erwartet. In der Gruppenphase bestätigte er diese Rolle eindrucksvoll mit einem sehenswerten Führungstreffer gegen Pachuca. Doch spät in derselben Partie verletzte sich der Kapitän und wie sich später herausstellte, wird er den Rest des Turniers verletzungsbedingt verpassen.
Damit rückte Nasser Al Dawsari ins Rampenlicht - und der vielseitige Mittelfeldspieler blühte förmlich auf. Mit Dynamik, Spielintelligenz und starkem Zusammenspiel setzte er klare Akzente. Egal, ob er zentral oder auf den Flügeln eingesetzt wurde. Gegen Pachuca lieferte er eine entscheidende Vorlage, die den Einzug ins Achtelfinale einleitete. Die Fans von Al Hilal zeigten sich völlig zurecht begeistert von seinen Auftritten.
Der 26-Jährige ist eng mit dem Klub verbunden. Er stammt aus der eigenen Jugend von Al Hilal. Seine enorme Positionsflexibilität, ob als Linksverteidiger, zentraler Mittelfeldspieler oder auf dem linken Flügel, hat sich längst als unbezahlbar erwiesen. Nasser Al Dawsari hat mehrfach Lücken geschlossen, sich nahtlos eingefügt und dabei bewiesen, dass er defensives Zweikampfverhalten mit offensiven Akzenten perfekt kombinieren kann.
Solche Positionsverschiebungen sind typisch für Inzaghi. Er ist bekannt dafür, seine Spieler weiterzuentwickeln und ihr Potenzial an ungewohnten Stellen einzusetzen, um Balance und taktische Überlegenheit zu schaffen. Die besten Pläne nützen nichts ohne konsequente Umsetzung und genau da haben Neves und Al Dawsari herausgeragt.
Jetzt haben die Blues einen Trainer mit klaren Vorstellungen und eine Mannschaft, die diese auf dem Platz umsetzten kann. Das Ergebnis: eine bemerkenswerte Reise für Al Hilal, die noch lange nicht zu Ende ist.