Cristiano Ronaldos Trophäenschrank ist prall gefüllt. Von den großen Titeln fehlt dort lediglich noch der WM-Pokal, den er im kommenden Sommer im sechsten Anlauf holen möchte. Doch als einen Traum bezeichnete der ehrgeizige Portugiese dies dennoch nicht. Sein Vermächtnis sei auch ohne den Gewinn groß genug. "Um was zu entscheiden? Um zu entscheiden, dass ich einer der Besten in der Geschichte bin? Dafür muss ich einen Wettbewerb mit sechs oder sieben Spielen gewinnen? Glauben Sie, das sei fair?", fragte er Interviewer Piers Morgan.
Obwohl sein Konkurrent in der GOAT-Debatte, Lionel Messi, seinen Lebenstraum mit der Weltmeisterschaft 2022 verwirklicht hatte, sieht der 40-Jährige ihn nicht als besseren Fußballer. "Ist Messi besser als ich? Da bin ich anderer Meinung. Ich möchte nicht bescheiden sein", so Cristiano Ronaldo.
„Wahrscheinlich werde ich weinen.“ (Cristiano Ronaldo)
Für die beiden Ausnahmekönner dürfte das Großereignis in den USA, Mexiko und Kanada derweil das letzte im Nationaldress sein. Unter anderem kündigte Cristiano Ronaldo sein "baldiges" Karriereende an. Ein genaues Datum nannte der Stürmer, der noch bis 2027 an Al-Nassr gebunden ist, aber nicht. Lediglich in seine zukünftige Gefühlswelt gab er einen Einblick. "Wahrscheinlich werde ich weinen. Es wird sehr, sehr schwer werden, aber ich habe mich seit meinem 25., 26., 27. Lebensjahr auf meine Zukunft vorbereitet. Daher denke ich, dass ich in der Lage sein werde, diesen Druck zu bewältigen", erläuterte CR7.
Cristiano Ronaldo möchte sich in Zukunft "anderen Leidenschaften" widmen
Besonders ein Gefühl, das er in seiner Karriere bislang 946-mal in Pflichtspielen erlebte, wird er vermissen. "Nichts ist vergleichbar mit dem Adrenalinkick, den wir beim Fußball haben, wenn wir ein Tor schießen", so Cristiano Ronaldo. Allerdings betonte er sofort im Anschluss auch, dass er auch "andere Leidenschaften" habe. Auf diese wolle er sich - namentlich nannte er unter anderem seine Familie und Padel - nach dem Ende seiner Karriere fokussieren.