Von besinnlicher Vorweihnachts-Ruhe ist bei Viktoria Aschaffenburg wenig zu spüren, immer wieder türmt sich eine Welle mit beträchtlichem Nachrichtenwert auf. Am Mittwoch gaben die Unterfranken bekannt, dass der gemeinsame Vertrag mit Max Grün zum 31. Dezember aufgelöst wird.
Mit Grün geht nicht nur der Stammtorwart, sondern ein Routinier, der auch aufgrund seiner 26 Bundesliga- und 64 Zweitligaspiele gehörigen Einfluss in der Kabine hatte. Doch jener Einfluss schwand zuletzt, seinen Posten als Torwarttrainer musste Grün im Herbst abgeben und auch sein Status als unumstrittene Nummer 1 schien zu bröckeln. Beim 0:1 Ende November gegen Bayreuth musste der 38-Jährige draußen bleiben, obwohl er sich nach auskuriertem Muskelfaserriss fit gefühlt habe.
Die Verantwortlichen am Schönbusch um Sportvorstand Felix Magath setzten vor der Winterpause lieber auf Eric Verstappen, der wohlgemerkt nur für zwei Spiele unterschrieben hatte. Das Risiko, ausschließlich mit den unerfahrenen Maximilian Grimm (18) und Leon Thielmann (20) ins Rennen zu gehen, war Magath und Co. dem Vernehmen nach zu groß.
"Wir danken Max für sein langjähriges Engagement in mehr als 150 Einsätzen für die Viktoria und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft", lauten die Abschiedsworte des Vorstandsvorsitzenden Matthias Hartmann für den 2021 an den Schönbusch gewechselten Schlussmann, der es seitdem auf exakt 152 Regionalliga-Partien brachte.
Grün weg, Verstappen nur für zwei Spiele geplant, dazu finanzielle Probleme - die Winterpause in Aschaffenburg birgt jede Menge Spannung, die nächsten Wellen mit Nachrichtenwert scheinen nur eine Frage der Zeit.