Am 15. Spieltag gegen Werder Bremen (1:1) galt Emöke Papai noch als Gegnerin, seit Montagmittag ist sie Cluberin. Kurz vor der Schließung des Transferfensters unterzeichnet die Ungarin einen Vertrag beim 1. FC Nürnberg.
Die 22-Jährige startete ihre Ausbildung beim MTK Budapest. Hier machte die Stürmerin in der Saison 2020/21 auf sich aufmerksam: In 21 Partien erzielte sie 23 Tore. Für die folgende Saison ging es für sie zum Grasshoppers Club Zürich in die Schweiz. In der dortigen Women's Super League kam sie auf 48 Einsätze und war an 34 Toren beteiligt.
Mit dem Wechsel an die Weser wagte sie dann den Schritt in die Bundesliga. Seit Sommer 2024 war sie beim SVW unter Vertrag und kam in 34 Partien zum Einsatz, davon 32-mal als Joker - so auch in der Partie gegen den FCN, in der sie in der 76. Minute eingewechselt wurde.
Seit der U 17 lief Papai für die ungarische Nationalmannschaft auf. Im Oktober 2021 gab sie ihr Debüt im A-Nationalteam. Seitdem kam sie schon in 36 Länderspielen für ihre Heimat zum Einsatz.
"Unser erster Kontakt zu Emö entstand bereits nach ihren herausragenden Leistungen in Zürich. Umso mehr freut es uns, sie nun eineinhalb Jahre später bei uns begrüßen zu dürfen", äußerte sich Osman Cankaya, Leiter Frauenfußball beim Club. Man freue sich darauf, mit Emöke eine Spielerin zu haben, die Qualität im Strafraum und engen Räumen mitbringe. Mit ihrem Umschaltspiel und der Qualität im Abschluss soll sie die Offensive stärken.
Cankaya "stolz" auf Wos-Transfer
Defensiv wiederum war Oliwia Wos eine Bank in Nürnberg. Am Dienstag allerdings wurde bekannt, dass die Polin den Verein nach nur einem halben Jahr wieder verlässt. Im vergangenen Sommer war die 26 Jahre alte Innenverteidigerin vom FC Basel zum Aufsteiger gewechselt und hatte sich direkt als Stammkraft etabliert.
"Unsere Zielsetzung ist es seit Jahren, unterschätzte, falsch bewertete oder bislang unentdeckte Spielerinnen zu identifizieren, ihre Stärken gezielt in unsere Mannschaft zu integrieren und ihnen damit eine Plattform zu bieten, sich weiterzuentwickeln, zum Vorteil sowohl des Teams als auch der Spielerinnen selbst", sagte Cankaya: "Der Transfer von Oliwia ist dabei nur ein Beispiel von vielen, auf die wir rückblickend sehr stolz sind." Wohin sie nun wechselt, blieb zunächst offen.
Varley soll die Wos-Lücke schließen
Als Ersatz verpflichtete der Club die Australierin Leia Varley (24). Die beidfüßige, 1,84 Meter lange Innenverteidigerin kommt von Brisbane Roar und wird erstmals im Ausland aktiv sein. "Leia spielt bereits seit einigen Jahren auf höchstem Niveau und stand bei uns schon länger auf der Shortlist", erklärte Cankaya den Zugang: "Mit ihrem Tempo und ihrer Physis ist sie sowohl in den Daten als auch durch ihre Präsenz auf dem Platz besonders aufgefallen. Sie agiert sehr mutig im Herausrücken, antizipiert die Abstände zur gegnerischen Linie hervorragend und bringt sowohl defensiv als auch offensiv eine hohe Qualität im Kopfballspiel mit."