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Paderborns Erfolgsgeheimnis? Effizienz ist es nicht

kicker

Der späte 2:1-Sieg bei Eintracht Braunschweig "war ehrlicherweise eine wilde Nummer", kommentierte SCP-Trainer Ralf Kettemann nach der Partie in der Pressekonferenz. "Mit dem Ball war es ordentlich, ohne uns viele Chancen zu erspielen. Wir waren nicht scharf. Man hat gemerkt, dass wir nicht am Anschlag sind. Das hat sich nicht so gut angefühlt." Gegen den Ball habe der Zugriff gefehlt, wobei die zweite Hälfte besser gewesen sei.

Am Ende war es der vierte Sieg in Serie - nur in der Aufstiegssaison 2013/14 waren es mit fünf in Serie in der 2. Bundesliga mehr. Stefano Marino war der überglückliche Matchwinner. "Kette hat einfach gesagt, hab Spaß, geh da vorne rein und mach' das entscheidende Tor", sagte Marino über sein erstes Tor in der 2. Liga.

"An allen sieben Spieltagen underperformed"

Kettemann freute sich nicht nur für den 21-Jährigen, sondern vor allem über den xGoals-Wert. Denn der war in Braunschweig für die Gäste gerade mal bei 1,09. "Ich bin einfach mal froh, dass wir überperformed haben", sagte Kettemann über die zwei Tore der Gäste. "Zuvor haben wir an allen sieben Spieltagen underperformed. Was dieses Thema angeht. Das sei uns wirklich mal gegönnt."

Tatsächlich wird bei der Analyse der Daten deutlich, dass der SCP sogar das ineffizienteste Team der Liga ist. Laut dem xG-Wert müssten die Paderborner bereits bei 17 Toren stehen, haben bisher aber erst elf erzielt (-6,1). Am anderen Ende der Tabelle stehen übrigens die Fürther. Deren xG-Wert bei mageren 8,4 Toren liegt. Tatsächlich haben die Franken allerdings bereits 15 Tore erzielt (+6,6 also).

Paderborn hat demnach noch viel Luft nach oben, wenn es um die Effizienz geht. Insofern dürfen die Fans durchaus von mehr als Platz vier in der Tabelle träumen. Am 9. Spieltag wird Arminia Bielefeld der nächste Gradmesser für das gemeinsam mit Nürnberg jüngste Team der Liga (Durchschnittsalter der eingesetzten Spieler liegt bei 24,3 Jahren).