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Parensen gewinnt Machtkampf: Sturm trennt sich von Säumel

kicker

Jürgen Säumel ist nicht länger Trainer von Meister Sturm Graz. Acht Tage nach der enttäuschenden 1:3-Pleite gegen die Wiener Austria, die den vorläufigen Tiefpunkt der sportlichen Misere markierte, sahen sich die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen. Auch Säumels Co-Trainer Martin Lassnig wird mit sofortiger Wirkung freigestellt.

"Ich möchte mich bei Jürgen Säumel für seine Arbeit, seine Expertise und seinen Einsatz für den SK Sturm bedanken. Wir haben uns diese Entscheidung keinesfalls leicht gemacht, doch durch die Entwicklung in den letzten Wochen und Monaten sehen wir uns zu diesem Schritt gezwungen", erklärte Sportchef Michael Parensen. Der Deutsche und Säumel trugen nach dem Grazer Derby einen öffentlichen Machtkampf aus, den Parensen nun offenkundig für sich entschied.

Präsident Christian Jauk meint: "Jürgen Säumel war als Spieler eine Legende bei Sturm Graz, und auch als Trainer konnte er seine Spuren hinterlassen. Sich von verdienten Personen im Verein zu trennen, fällt nie leicht - dennoch sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, diesen Schritt setzen zu müssen."

„Ich habe mich immer in den Dienst des Vereins gestellt und wünsche der Mannschaft und dem gesamten Klub nur das Beste für die kommenden Aufgaben! Auf wiedersehen, Schwoaze!"“ (Der scheidende Sturm-Trainer Jürgen Säumel)

Säumel selbst sagt zu seinem Abschied: "Ich blicke mit Stolz auf mein Jahr als Cheftrainer von Sturm zurück! Gemeinsam mit unseren Fans und der gesamten Sturmfamilie einen Meistertitel, Siege in internationalen Spielen und drei Derbysiege zu feiern, bleiben unvergesslich Momente für mich. Ich habe mich immer in den Dienst des Vereins gestellt und wünsche der Mannschaft und dem gesamten Klub nur das Beste für die kommenden Aufgaben! Auf wiedersehen, Schwoaze!"

Nachfolger soll bald feststehen

In den letzten beiden Spielzeiten auf nationaler Ebene noch erfolgsverwöhnt, fanden die Blackies nach dem großen Umbruch im Sommer nicht nachhaltig in die Spur. Zusammen mit Schlusslicht Blau-Weiß Linz ist Sturm das schwächste Heimteam der Liga.

Einen Nachfolger will Sturm bis zum Trainingsstart am 2. Jänner präsentieren. Medienberichten zufolge könnte Ried-Trainer Maximilian Senft bald an der Seitenlinie in Graz-Liebenau stehen. Auch Grasshoppers-Trainer Gerald Scheiblehner und Markus Schopp sind potenzielle Kandidaten.

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