Als Paris Saint-Germain bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ mit einem beeindruckenden 4:0-Sieg gegen Real Madrid ins Endspiel einzog, wirkte es bei Senny Mayulu fast wie ein routinierter Arbeitstag. Ganz so, als wäre es selbstverständlich, dass Paris Saint-Germain sich für ein weiteres großes Finale qualifiziert hat. Am Sonntag (13. Juli) spielt man gegen Chelsea FC um den Titel.
Mit bereits vier Titeln in dieser Saison – dem Trophée des Champions, der Coupe de France, der Ligue 1 und nicht zuletzt der UEFA Champions League – könnte man den Parisern kaum einen Vorwurf machen, wenn sie einen Gang zurückschalten würden. Doch das ist keine Option für die Hauptstädter, die in dieser Spielzeit ganz offensichtlich nach mehr greifen.
"Unser Trainer [Luis Enrique] hat uns über die gesamte Saison hinweg eine Siegermentalität vermittelt", erklärte Mayulu. "Er hat die Grundlage gelegt, und mittlerweile ist dieser Siegeswille Teil unserer DNA – auch wenn wir ihn alle schon zuvor in uns hatten."
Die Arbeit des spanischen Trainers trägt deutlich Früchte: Die Siegermentalität ist im Spiel der Pariser fest verankert – einmal mehr sichtbar beim klaren 4:0-Erfolg über Real Madrid. Es war bereits der dritte Sieg mit exakt diesem Ergebnis bei diesem Turnier, nach den Duellen gegen Atlético de Madrid und Inter Miami CF.
Viele hatten ein hochklassiges Duell zwischen dem aktuellen UEFA-Champions-League-Sieger und dem Rekordgewinner aus Madrid erwartet. Doch nur wenige hätten eine solch dominante Vorstellung von PSG vorhergesagt. Die Franzosen schnürten den Gegner mit ihrem Pressing ein, ließen Madrid kaum Luft zum Atmen und kontrollierten das Spiel nahezu über die gesamte Dauer.
"Sie haben uns mit ihrem Pressing regelrecht erstickt. Wenn wir mal in Ballbesitz waren, fanden wir keinerlei Raum, um Ruhe reinzubringen oder gefährlich zu werden", gestand Reals Torhüter Thibaut Courtois nach dem Spiel – eine faire Analyse eines überlegenen Gegners. "Der Unterschied war, wie sie gepresst haben und wie wir gepresst haben – da waren sie einfach effektiver. Und wenn du ihnen Zeit und Raum gibst, machen sie dich kaputt."
Vor über 77.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im MetLife-Stadion in New York New Jersey stellten sich viele die Frage, ob sie gerade einen symbolischen Generationswechsel im Weltklubfußball erlebt hatten: Von Real Madrid, seit jeher Sinnbild für Erfolg und Titelsammlungen, hin zu PSG, das in dieser Saison alles zu gewinnen scheint.
Vitinha wollte diese Deutung im Gespräch mit FIFA nicht überbewerten: "So sehen wir das nicht unbedingt. Wir haben gerade erst zum ersten Mal die Champions League gewonnen – und Real Madrid bleibt Real Madrid. Aber wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung. Ich finde, wir haben das Spiel komplett kontrolliert. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können."
"Wir haben großartige Einzelspieler", fügte der portugiesische UEFA-Nations-League-Sieger hinzu, "aber als Mannschaft sind wir noch stärker – das ist unsere größte Stärke."
Zum Abschluss blickte Vitinha bereits voraus: "Es würde uns unglaublich viel bedeuten, die Klub-Weltmeisterschaft zu gewinnen – nicht nur, weil es ein großer Titel ist, sondern auch, weil wir dann wirklich alles gewonnen hätten in dieser Saison. Das wäre historisch. Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen."