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Polizei durchsucht Sitz des argentinischen Fußballverbands

kicker

Im Zuge von Ermittlungen gegen einen Finanzdienstleister und Trikot-Sponsor hat die Polizei den Sitz des argentinischen Fußballverbands (AFA) sowie die Büros von 13 Fußballvereinen durchsucht. Wie die Zeitung La Nacion und der Fernsehsender TN übereinstimmend berichten, suchten die Beamten dabei nach Hinweisen auf Verbindungen zu dem Unternehmen, gegen das wegen Verdachts auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung ermittelt wird.

Der Sponsor der argentinischen Nationalmannschaft hat sich als Finanzdienstleister mit einer virtuellen Geldbörse einen Namen gemacht, bietet zudem Kredite an. Nebst dem Weltmeister von 2022 unterstützt das Unternehmen auch eine Reihe von Fußballvereinen. Darunter etwa Racing, Independiente und San Lorenzo.

AFA und Unternehmen äußern sich zunächst nicht

Der Erstligist Racing bestätigte die Durchsuchung ihrer Geschäftsräume. 2023 sei der Sponsoringvertrag mit dem Unternehmen geschlossen worden und laufe Ende des Jahres aus. Der Klub sagte der Justiz seine Kooperation zu. Stellungnahmen von Verband oder dem Finanzdienstleister gab es zunächst nicht.

Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung

Über die Plattform des Unternehmens wurden Medienberichten zufolge Transaktionen von umgerechnet knapp 500 Millionen Euro getätigt. Unter den Kunden, die hohe Überweisungen getätigt haben, sollen sich unter anderem auch Minijobber ohne große Kaufkraft und Menschen befinden, die bereits wegen gefälschter Rechnungen aktenkundig waren. Deshalb kamen die Ermittlungen wegen Geldwäsche ins Rollen.

Zudem habe das Unternehmen bei den Transaktionen nicht die in Argentinien anfallenden Abgaben auf Geldbewegungen erhoben und damit Steuern in Höhe von umgerechnet fast zwei Millionen Euro hinterzogen, berichtete La Nacion unter Berufung auf die Behörden.