Das letzte Spiel der Champions-League-Ligaphase lief nicht wie gewünscht für den VfL Wolfsburg. Trotz einer guten Leistung unterlag der letztjährige Vizemeister am Mittwochabend im AOK-Stadion mit 1:2 dem Star-Aufgebot des FC Chelsea. Im Falle eines Sieges hätte die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch sogar direkt ins Viertelfinale einziehen können.
Mit drei Niederlagen und drei Siegen belegt der VfL in der Endabrechnung dieser neu geschaffenen Ligaphase nun Platz 9 und muss im neuen Jahr in die Play-off-Spiele um den Einzug ins Viertelfinale. Der nächste Gegner der Wolfsburgerinnen heißt entweder Juventus Turin oder Real Madrid. Ausgelost wird am Donnerstagmittag.
Nach dem Spiel der Niederlage am Mittwoch äußerte sich Alexandra Popp über …
… das Spiel gegen Chelsea: "Es war wirklich ein Hin und Her. Es war auch eine sehr hohe Qualität im Spiel. Und es war am Ende einfach extrem bitter für uns, muss ich sagen. Wir können in der ersten Halbzeit mindestens das zweite Tor machen. Die Chancen dazu hatten wir definitiv. Es hat der letzte entscheidende Ball gefehlt. Oder auch ein Stück weit dann die letzte Konsequenz in der Box, sich da doch noch mal reinzuhauen, den Ball hinter die Linie drücken zu wollen, auch mal einen abgewehrten zweiten Ball für sich zu gewinnen. Aber man hat trotzdem gesehen: Wir waren immer wieder dran. Es ist so ärgerlich, weil so viel mehr drin war. Letzte Woche gegen Real Madrid durften wir nicht verlieren, und jetzt ist es wieder ein Spiel gegen eine Top-Mannschaft, das wir eigentlich unter Kontrolle haben und nicht verlieren dürfen."
„Wir sind ganz und gar nicht traurig.“ (Alexandra Popp)
… die Situation am Ende der Ligaphase: "Wir haben gesehen, was möglich ist. Und es wäre mehr möglich gewesen. Dann ist es schon bitter, dass man da jetzt steht, wo man steht. Aber wir sind ganz und gar nicht traurig darum. Wir sind quasi eine halbe Runde weiter - und darüber sind wir auch froh. Wenn man viele gehört hat vor der Saison, dann wären wir irgendwo ganz weit unten gelandet. Und ich glaube, wir haben schon bewiesen, was wir doch noch auf dem Kasten haben."
… den nächsten Gegner: "Real Madrid hätte natürlich seinen Charme, gar keine Frage. Aber von der Qualität sind Juventus und Real sehr ähnlich. Ich sehe auch Chancen für uns, dass wir eine Runde weiterkommen."
… die Situation vor dem letzten Spiel des Jahres am Sonntag gegen den Hamburger SV: "Wir haben schon gemerkt, dass es ein ordentliches Programm war mit den extrem vielen englischen Wochen. Es ist jetzt nicht so, dass wir keine englischen Wochen gewohnt sind, aber man hat doch gemerkt, dass es das ein oder andere Spiel mehr war als sonst. Und nach dem Spiel am Sonntag sind wir auch ganz froh, dass wir zu unseren Familien fahren können."