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Punktesammler in den direkten Duellen: Meppen behält das große Ganze im Blick

kicker

Ohne Frage sei es ein sehr, sehr wertvoller Sieg, gestand Beniermann am Freitagabend nach dem 3:2-Heimerfolg mit Blick auf die spannende Tabellensituation und die Formkurve der Gäste. Drochtersen/Assel hatte zuvor sechs Ligapartien in Folge gewonnen. "Das gibt dir immer viel, bei der Kulisse hier zu Hause ein enges Spiel zu gewinnen. Der Moment fühlt sich gut an." Mit dem, was man sich in den vergangenen Wochen erarbeitet habe, sei man zumindest mal eine gewisse Phase auf Platz 1, ergänzt der 35-Jährige. Angesichts der Leistungen und des Punkteschnitts aus Beniermanns Sicht "einfach verdient".

Als Mann des Spiels entpuppte sich im vorletzten Duell der Hinrunde gegen D/A keiner der drei Meppener Torschützen, sondern ein Glied aus der Viererabwehrkette: Rechtsverteidiger Dominique Domröse. Nach dem frühen 0:1-Rückstand drehte Meppen auch seinetwegen vor der Pause die Partie. Domröse legte die beiden Treffer von Thorben Deters und Julian Ulbricht auf. Zehn Minuten vor dem Ende verhinderte Domröse das mögliche 2:2, als er den Schuss des Ex-Meppeners Haris Hyseni auf der Torlinie mit dem Kopf über die Latte lenkte. Torhüter Julius Pünt war bereits geschlagen.

Wichtige direkte Duelle

Ein "Riesenspiel" attestierte Beniermann seinem Rechtsverteidiger. Dessen Durchbrüche auf rechts seien super wertvoll. "Heute waren sie wieder häufig da. Er bereitet zwei Tore vor, klärt noch einen Ball auf der Linie."

Der Vierkampf an der Tabellenspitze geht weiter. Fast die Hälfte der 34 Saisonspiele ist absolviert. "Es ist bemerkenswert, dass vier Mannschaften gleichermaßen punkten und so marschieren", betont Beniermann. Normal sei das nicht. "Hut ab vor den drei anderen Teams, die einen ähnlichen Schnitt vorweisen. Wenn man ein bisschen in die Historie der Liga oder in andere Ligen guckt, dann ist es oft eine Mannschaft, die in ähnlicher Form Punkte holt und die oben steht."

Aus den Vergleichen mit den drei anderen Top-Teams VfB Oldenburg, SV Drochtersen/Assel und SSV Jeddeloh II holte Meppen sechs von neun möglichen Punkten. Empfing sie dabei jeweils in der heimischen Hänsch-Arena. Die Oldenburger kommen in dieser Wertung auf drei Zähler, ebenso Drochtersen und Jeddeloh, die sich am nächsten Spieltag allerdings im direkten Duell gegenüberstehen werden.

"Diese direkten Duelle sind dieses Jahr einfach sehr wichtig, weil es vier Mannschaften sind, die wahnsinnig marschieren", weiß Meppens Kapitän Jonas Fedl. Wenn man in die anderen Regionalligen schaue, sei das nirgendwo so wie gerade in der Regionalliga Nord. "Deswegen heißt es, direkte Duelle annehmen und besonders zu Hause voll auf Sieg gehen. Das ist heute gelungen, und deswegen sind wir sehr froh."

Zu weit nach vorn blicken will Deters nicht. "Es war jetzt wichtig, dass wir Drochtersen geschlagen haben, um einfach oben dabei zu bleiben." Die Saison sei noch so lang, ergänzt der ehemalige Münsteraner, der im Sommer nach Meppen zurückgekehrt ist.

Als gutes Signal an die Liga wertet Domröse den Erfolg gegen Drochtersen/Assel. "Aber wir schauen einfach Spiel für Spiel." Jedes Spiel in der Liga sei schwierig, was man in den letzten Spielen gesehen habe. "Wir müssen bei uns bleiben, müssen das große Ganze im Blick haben, einfach von Wochenende zu Wochenende denken. Egal, ob heim oder auswärts, einfach jedes Spiel gewinnen. Die Qualität haben wir."