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Reynolds jubelt mit: Wrexham feiert Pokal-Coup gegen Nottingham

kicker

Gleich zum Auftakt der 3. Runde des FA Cups, in der die Premier-League-Klubs einsteigen, gab es im ältesten Pokalwettbewerb der Welt eine faustdicke Überraschung. Vorjahres-Halbfinalist Nottingham Forest scheiterte im Elfmeterschießen am walisischen Klub AFC Wrexham und muss im prestigeträchtigen Cup-Wettbewerb damit schon früh die Segel streichen. Und das alles vor den Augen eines prominenten Zuschauers.

Ryan Reynolds, der 2021 zusammen mit seinem Schauspielkollegen Rob McElhenney den damaligen Fünftligisten Wrexham übernommen und zu drei Aufstiegen in Folge geführt hatte, dürfte sich am Freitagabend erneut gefühlt haben wie in einem seiner Hollywoodfilme. Das Weiterkommen gegen den Europa-League-Teilnehmer Nottingham hielt auch den US-amerikanischen Filmstar, unter anderem aus "Deadpool", nicht mehr auf seinem Sitz, ausgelassen bejubelte der 49-Jährige den 4:3-Sieg seines Klubs im Elfmeterschießen.

"Ich habe mich vor dem Spiel mit ihm unterhalten und es war toll, ihn mit seiner Familie hier zu sehen", freute sich auch Wrexhams Teammanager Phil Parkinson über den prominenten Gast. Reynolds hatte vor dem Spiel mit jedem Spieler der Waliser abgeklatscht und feierte auch nach dem Sieg auf dem Rasen den Pokal-Coup zusammen mit der Mannschaft. "Ich glaube, Ryans Mutter war heute Abend zum ersten Mal hier. Das ist etwas ganz Besonderes und ich hoffe, sie haben den Abend genossen", so Parkinson.

Keeper Okonkwo wird zum Helden

Den Zuschauern im Racecourse Ground war über 120 Minuten und mehr ein echter Krimi geboten. Wrexham hatte durch Tore von Liberato Cacace, Oliver Rathbone und Dominic Hyam zur 75. Minute mit 3:1 geführt, Nottighams Igor Jesus hatte zwischenzeiltlich den Anschlusstreffer erzielen können. Doch ein später Doppelpack des Ex-Leverkuseners Callum Hudson-Odoi rettete die Tricky Trees in die Verlängerung, in der keine weiteren Tore fielen.

Die Entscheidung fiel also im Elfmeterschießen, wo Wrexhams Keeper Arthur Okonkwo zum Helden avancierte. Der 24-Jährige parierte die Versuche von Igor Jesus und Omari Hutchinson und machte damit auch einen Fehlschuss seines Kollegen James McClean vergessen.

Forest-Coach Sean Dyche war anschließend mächtig angefressen. "Die erste Halbzeit ist völlig inakzeptabel", sagte der knurrige Engländer, "ich habe das einigen Spielern klar gemacht. Sie müssen sich selbst den Spiegel vorhalten." Allerdings hatte Dyche die Pokal-Blamage ein Stück weit auch selbst zu verantworten, schickte er doch eine B-Elf gegen den Zweitligisten auf den Platz.