Bereits seit geraumer Zeit spielt Ibrahima Cissé keine Rolle mehr beim FC Schalke 04, sein letztes von nur neun Pflichtspielen für die Königsblauen bestritt der Innenverteidiger am 1. September 2024. Doch nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Vorstellungen des 24-Jährigen war die Suche nach einem Abnehmer lange Zeit erfolglos, selbst eine vorzeitige Vertragsauflösung samt Abfindungszahlung stand im Sommer im Raum.
Ein halbes Jahr vor seinem regulären Vertragsende in Gelsenkirchen ist nun doch noch ein neuer Arbeitgeber für Cissé gefunden. Der Malier wechselt mit sofortiger Wirkung zum Schweizer Zweitligisten FC Aarau. Das teilten die beiden Klubs am Freitagmittag mit. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten die Vereine, die seit 2024 in einer Partnerschaft verbunden sind, Stillschweigen. In der Nordschweiz unterzeichnet der Verteidiger einen Vertrag bis Saisonende, der eine Option für eine Verlängerung enthält.
Nur neun Pflichtspiele in dreieinhalb Jahren
Über die Nachwuchsabteilung des französischen Klubs LB Chateauroux sowie einer Station in Belgien beim KAA Gent landete der in Frankreich geborene Cissé im Sommer 2022 beim FC Schalke 04, wo er zunächst für die Zweitvertretung in der Regionalliga West auflief. Im Jahr darauf gelang dem malischen Nationalspieler zwar der Sprung in den Profikader, dort konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. Nur acht Einsätze in der 2. Bundesliga (ein Tor) sowie einen im DFB-Pokal absolvierte Cissé in seinen dreieinhalb Jahren bei den Königsblauen.
In der Schweiz bekommt der Verteidiger, der 2023 mit der Juniorennationalmannschaft Malis Dritter des U-23-Afrika-Cups wurde und dabei in die Elf des Turniers gewählt wurde, eine neue Chance. "Ibrahima zeichnet sich durch sein Kopfballspiel und seine Zweikampfstärke aus. Er bietet uns eine zusätzliche Option in der Defensive", wird Aaraus Sportchef Elsad Zverotic zitiert.