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Schuler: Zurück im Spiel

kicker

Die Flanke von Michael Cuisance war zentimetergenau getimt, sie war Vorlage und Versprechen in einem. Luca Schuler nahm sie direkt ab und verwandelte bemerkenswert sicher. Es war das Tor zum 3:0, Herthas Schlusspunkt in Hannover und das Signal von Schuler, dass mit ihm nach einem halben Jahr zum Vergessen wieder zu rechnen ist. Der Stürmer, dem seit Anfang April eine hartnäckige Hüftverletzung zugesetzt hatte, ist wieder da - und eine wertvolle Alternative für Trainer Stefan Leitl.

Leitl: "Ich hab' ihn noch gar nicht so oft gesehen"

Für den im Sommer 2024 ablösefrei vom Ligarivalen 1. FC Magdeburg in die Hauptstadt gewechselten Schuler wurde der Umgang mit der langwierigen Blessur zur Geduldsprobe. Der Angreifer sollte eigentlich zum Trainingsstart Ende Juni annähernd wieder in die Vollbelastung gehen, doch dann kostete ihn ein Rückschlag weitere Wochen. Ein von ihm konsultierter Spezialist diagnostizierte einen Beckenschiefstand als Ursache für die dauerhaften Beschwerden. "Ich bin seit Februar hier und hab' ihn noch gar nicht so oft auf dem Trainingsplatz gesehen", sagt Leitl jetzt. "Luca hat eine schwierige Zeit hinter sich, aber war sehr fleißig."

Acht Tage vor dem gelungenen Joker-Auftritt bei Liga-Spitzenreiter Hannover hatte Schuler im Testspiel gegen Nordost-Regionalligist Hertha Zehlendorf (6:2) sein halbstündiges Comeback gegeben und dabei ein Tor von Dawid Kownacki vorbereitet. Gegen 96 wollte Leitl in der Schlussphase Schulers Geschwindigkeit "auf dem Platz haben" - der Plan ging auf.

Schulers erste Hertha-Saison hatte passabel begonnen, verlief auf Strecke aber eher durchwachsen (20 Zweitliga-Einsätze, vier Tore). Der 26-Jährige stand für Tempo und viel Pressing-Energie, aber auch für Defizite in der Strafraumpositionierung und fehlende Durchschlagskraft. Ein möglicher Sommer-Wechsel wurde auch wegen der Hüftverletzung nie ein Thema, obschon sich der eine oder andere Zweitligist mit ihm beschäftigte. Schuler (Vertrag bis 2027) will sich in Berlin durchsetzen. Seine Duftmarke in Hannover war dafür der beste Beweis - und ein neuer Anfang.