Der VfL Bochum zitterte sich beim BFC Dynamo in die 2. Runde - erst in der Verlängerung entschied der Zweitligist die Partie (3:1). Doch den Einzug bezahlte der Absteiger teuer. Bereits in der 4. Minute verletzte sich Ibrahima Sissoko nach einem Foul von Moritz Polte: Der Sechser war nach dem regelwidrigen Kontakt, den Schiedsrichter Felix Wagner nicht ahndete, im gegnerischen Strafraum unglücklich auf seine Schulter gefallen und konnte nicht mehr weiterspielen.
Einen Tag später verkündete der VfL die Diagnose: Sissoko zog sich eine Schultereckgelenksprengung zu und fehlt "mehrere Wochen". Bereits am heutigen Sonntag wird der Franzose in Bochum operiert.
Sissoko galt als Abgangskandidat
Der Mittelfeldspieler gehörte in der abgelaufenen Spielzeit zu den zuverlässigsten in seinem Team. Er überzeugte vor allem als energischer Abräumer mit gutem Aufbauspiel. Aufgrund seiner Leistungen sieht er sich selbst nicht als Zweitliga-Spieler und galt daher als ein Kandidat, der Bochum Geld in die Kasse spülen könnte. Doch ein ernsthaftes Angebot erhielt der VfL für Sissoko, der vor einer Woche Bochums ersten Saisonsieg gegen Elversberg (2:0) mit seinem 1:0 eingeleitet hatte, bislang noch nicht.
Dies dürfte sich nach der Schulterverletzung vermutlich vorerst nicht ändern.