Fehlercode: %{errorCode}

Sion-Trainer Tholot übt ungewohnte Schiedsrichter-Kritik

kicker

Didier Tholot, der normalerweise nicht zu Schiedsrichterkritik neigt, demonstrierte seine Frustration auf unkonventionelle Weise. Er griff sich einen anwesenden Journalisten vom Nouvelliste und spielte eine umstrittene Szene nach, bei der sein Stürmer Rilind Nivokazi im Strafraum nach einem Zupfer von Neziri zu Fall gekommen war. "Ich habe die Aktion noch ganz genau im Kopf, ich war früher selbst Stürmer", erklärte der ehemalige Saint-Etienne- und Bordeaux-Star. Sein Unverständnis über den nicht gegebenen Elfmeter brachte er deutlich zum Ausdruck: "Ca fait chier!" ("Es nervt!"). Schiedsrichter Fähndrich liess sich auch nicht vom VAR umstimmen und blieb nach Konsultation der Videobilder bei seiner Entscheidung, keinen Elfmeter zu geben.

Doch nicht nur diese Szene erregte Tholots Gemüt. Auch beim vorentscheidenden 2:1 für den FC St. Gallen sah er ein Foul an einem seiner Spieler übersehen. "Für gewöhnlich bin ich keiner, der gegen die Unparteiischen wettert, aber vor dem Eckball, der zum 2:1 führt, wird einer unserer Spieler gefoult. Das sind Entscheidungen, die nur sehr schwer nachvollziehbar sind", kritisierte der Trainer des FC Sion.

Während die Walliser haderten, konnte sich St.Gallen über einen wichtigen Sieg freuen. Die Ostschweizer liegen weiterhin nur drei Punkte hinter Tabellenführer Thun - eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Vorsaison, als sie zum gleichen Zeitpunkt neun Punkte weniger auf dem Konto hatten.

Doch auch für die Espen gab es einen Wermutstropfen: Behar Neziri musste verletzt ausgewechselt werden. FCSG-Coach Enrico Maassen zeigte sich besorgt: "Es sieht nicht gut aus. Es ist das Knie. Die Verletzung trübt den Abend." Eine genaue Diagnose wird nach einer MRT-Untersuchung am Mittwoch erwartet.