St. Pölten hielt mit Rapid zunächst mehr als gut mit. Der Zweitliga-Leader hatte sogar die besseren Chancen, in Führung gingen aber die Hütteldorfer. Wurmbrand fand an der zweiten Stange den Kopf von Kara (31.). Vor ausverkauftem Haus (8.076) drückte der SKN im zweiten Abschnitt phasenweise vehement auf das 1:1. Sogen köpfelte die große Ausgleichschance nach einem verlängerten Corner zur Stundenmarke über die Latte. Im Finish verstand es Rapid jedoch, den Außenseiter vom eigenen Tor fernzuhalten und feierte vor dem Duell mit Sturm am Sonntag den zweiten Pflichtspielerfolg en suite.
SKN-Trainer Cem Sekerlioglu fand nach Spielende im ORF-Interview für den couragierten Auftritt seiner Wölfe lobende Worte: "Ich bin mächtig stolz auf die Truppe. Wir waren mutig, klar in unseren Aktionen und haben gegen einen Bundesligisten unseren Plan durchgezogen - und das vor vollem Haus. Rapid hat aus wenig viel gemacht."
Aufseiten der Hütteldorfer nimmt man den Arbeitssieg in einer sportlich schwierigen Phase dankend an. "Es war ziemlich zäh. Wir haben gewusst, dass St. Pölten ein schwieriger Gegner und spielerisch gut ist", meinte etwa Rapid-Kapitän Matthias Seidl. "Es ist kein Zufall, dass St. Pölten in der 2. Liga oben steht", zollte auch Peter Stöger den Gegnern Respekt.