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"So stelle ich mir Schalke vor": Muslics Sonderlob für königsblaue Jugend

kicker

"Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem Testspiel", urteilte Miron Muslic nach dem 0:2 in Gladbach und verwies dabei auf "sieben bis acht hochkarätige Möglichkeiten", die sich die Schalker erarbeitet hätten. Leider hätte man aber keine davon genutzt. "Das hätten wir besser machen müssen", sagte der 42-Jährige und lobte dennoch die "gute Dynamik" seiner Elf, die in puncto "Chancenvorbereitung einen großen Schritt" nach vorne gemacht habe.

Gegen Gladbach durfte Mertcan Ayhan über die gesamten 90 Minuten ran und verdiente sich anschließend ein Sonderlob seines Trainers, der ausplauderte, dass der 18-Jährige "extrem nah" an der ersten Mannschaft sei. "Hätte er sich nicht zwölf Stunden vor dem Sevilla-Spiel verletzt, hätte er gegen Sevilla und Hertha gestartet", sagte Muslic und ergänzte: "Umso wichtiger war es für mich, ihn heute über 90 Minuten auf dem Platz zu lassen."

Der Österreicher stellte dem Abwehrtalent dann auch noch ein klasse Zeugnis aus. "Es ist gar nicht so einfach, sich gegen Haris Tabakovic durchzusetzen, aber er hat es sehr gut gemacht", sagte Muslic über Ayhan, der sich seinerseits darüber freute, wieder auf dem Platz gestanden zu haben. "Für mich persönlich war es sehr wichtig, wieder Spielpraxis zu sammeln", sagte der 18-Jährige und meinte: "Wenn es 90 Minuten sind, umso besser."

Ayhan nah dran an der ersten Elf

Dass er es mit bundesligaerfahrenen Spielern wie ebenjenem Tabakovic zu tun bekam, sei "natürlich eine Herausforderung", aber er wolle sich auch "mit den Besten messen", denn: "Wenn ich gegen so gute Gegner spielen kann, weiß ich auch für mich persönlich, wie weit ich bin." An sich sieht sich der Deutsch-Türke "bereit" für größere Aufgaben. "Ich schrecke da nicht zurück", sagte Ayhan selbstbewusst, wohlwissend, dass in seinem Spiel "nicht alles perfekt ist, aber ich versuche mich stetig zu verbessern. Ich kann auf jeden Fall mithalten."

Dafür nimmt er auch gerne mal Tipps von erfahreneren Teamkollegen wie Nikola Katic (28), Timo Becker (28) oder Hasan Kurucay (28) an. "Ich kriege immer sehr viel Input und es ist immer wieder schön, von so Maschinen zu lernen", sagte der Youngster und verriet auch, was ihm seine Kollegen so mitgeben. "Sie sagen, dass ich körperlich sein muss, aggressiv sein muss und nicht zurückschrecken darf. Ich lerne sehr viel und es freut mich, dass sie mir helfen können."

Sonderlob für junges Trio

Ayhan ist zwar selbst erst 18 Jahre alt, doch auch er füllt bereits eine Mentorenrolle, wie er sagte. So verriet er mit Blick auf die beiden U-19-Spieler Mika Wallentowitz und Luca Vozar, die gegen Gladbach wie auch Paul Pöpperl (U 23) für circa eine halbe Stunde ran durften, dass er sie "unter den Arm genommen" habe. Das mache er "natürlich gerne", zumal er beide noch aus gemeinsamen Junioren-Zeiten kennt. "Wenn die Hilfe brauchen, bin ich da. Wir hatten auch letzte Saison einen guten Austausch."

"Sie haben es super gemacht und haben sehr guten Input gegeben", sagte Ayhan dann auch noch zum Auftritt der Jungen, die auch ihren Trainer mehr als nur zufriedengestellt haben. "Ich war begeistert von den drei Jungs, die reingekommen sind. So stelle ich mir Schalke vor: aggressiv, intensiv, mutig, jung und frech", sagte Muslic und forderte: "Sehr gerne mehr davon."

Zunächst aber dürfen alle mal abschalten - oder wie Muslic sagte: "Die Jungs haben jetzt drei Tage frei, dann geht der ganze Zirkus wieder weiter."