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"Solche Niederlagen müssen wehtun": Fürth sucht noch die Stabilität

kicker

Auch in Braunschweig hätte die SpVgg Greuther Fürth ihr Punktekonto im August auffüllen können. Doch die Mittelfranken gaben bei den Löwen eine 1:0-Führung leichtfertig aus der Hand und schenkten nach ihrem späten Ausgleich zum 2:2 auch den einen, sicher geglaubten Punktegewinn in der Nachspielzeit noch her. Sebastian Polter führte die Niedersachsen vom Elfmeterpunkt zum 3:2-Erfolg und in die Spitzenregion der Zweitliga-Tabelle.

Dort könnten auch die Fürther stehen. Doch zu früh gefreut - mit drei Zählern und fünf Gegentoren (nur Düsseldorf hat mit sieben mehr geschluckt) rangiert die SpVgg im Mittelfeld. "Das ist natürlich eine Niederlage, die richtig wehtut", machte Trainer Thomas Kleine, einst unerbittlicher Abwehrrecke auf dem Spielfeld, keinen Hehl aus seiner Gefühlslage. "Solche Niederlagen müssen auch wehtun, und man muss sie auch spüren, um danach weiterzuarbeiten."

Insbesondere die anfällige Defensive muss ihre Lücken schließen. "Wir müssen es schaffen, defensiv stabiler zu stehen und - das betrifft die ganze Mannschaft - defensiv aggressiver zu agieren, um es dem Gegner nicht so einfach zu machen, zu Torchancen zu kommen", haderte Kleine mit dem Abwehrverhalten. Drei Gegentore, obwohl der BTSV gar nicht allzu viele Gelegenheiten hatte in diesem Spiel.

Dietz zu oft Unsicherheitsfaktor

Fürth musste zur neuen Saison hinten umbauen. Die neu formierte Dreierkette um Maximilian Dietz, Philipp Ziereis und Brynjar Ingi Bjarnason offenbarte wie schon gegen Dresden (3:2) erneut Probleme. Der aus Linz geholte Ziereis ist noch nicht der erhoffte Abwehrchef, Dietz bislang zu oft ein Unsicherheitsfaktor und Rechtsfüßer Bjarnason als linker Innenverteidiger in Sachen Spielaufbau nicht ideal aufgehoben. Es wartet also noch viel Arbeit.

Vom Papier her am Wochenende vielleicht nicht, denn da tritt das Kleeblatt im DFB-Pokal beim Nord-Regionalligisten Blau-Weiß Lohne an. Wobei: In der Vorbereitung hielt Fürth gegen unterklassige Gegner in keinem Fall die Null hinten. Die Sinne dürften geschärft sein.