Es lief die dritte Minute der Nachspielzeit im ersten Durchgang, als Deyovaisio Zeefuik in seinem Kernressort nochmal punkten wollte. Er attackierte den ballführenden Oscar Vilhelmsson, knickte beim Versuch der Balleroberung unglücklich um und musste behandelt werden. Wegen der Blessur am linken Sprunggelenk war zur Pause Feierabend für den niederländischen Allrounder.
"Er hat nochmal angetestet, ob es geht - aber es ging dann nicht", berichtete Hertha-Trainer Stefan Leitl nach dem Abpfiff des Münster-Spiels (2:1). "Deyo wird die erste Woche der Länderspielpause indoor arbeiten und medizinisch versorgt werden."
Muskelfaserriss bei Jensen
Zeefuik, in dieser Saison einer der stabilsten Berliner, verlängert die Ausfall-Liste des selbsternannten Aufstiegsanwärters weiter. Am Tag vor dem Spiel gegen die Preußen hatte sich Mittelfeldspieler Leon Jensen im Abschlusstraining eine Oberschenkelverletzung zugezogen. "Leon wird die nächsten Wochen definitiv nicht zur Verfügung stehen", erklärte Leitl in der Pressekonferenz. Nach kicker-Informationen erlitt der Sommer-Rückkehrer einen Muskelfaserriss, intern rechnet man mit einer mindestens vierwöchigen Ausfalldauer.
Es bleibt dabei: Die volle Kapelle hatte Leitl in dieser Saison noch nie zur Verfügung. In der anstehenden Länderspielpause sollen die drei Langzeitverletzten Diego Demme, Paul Seguin und John Anthony Brooks, die zuletzt ins Mannschaftstraining zurückgekehrt waren, weiter ans Team herangeführt werden. Auch Niklas Kolbe (Rippenbruch) macht Fortschritte. Dawid Kownacki, der sich am vergangenen Sonntag beim 3:0-Auswärtssieg in Nürnberg schwer verletzt hatte, und Pascal Klemens (beide Sprunggelenk) werden noch mehrere Monate fehlen. Jetzt bangt Hertha auch um Zeefuik.