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Stamms Erkenntnis: "Man braucht keine perfekten Spiele, um Punkte mitzunehmen"

kicker

"Das Wichtigste sind die drei Punkte", sagte SGD-Coach Thomas Stamm nach dem 2:1-Sieg bei Sky und verwies dabei auf die vergangenen Spiele, in denen sich die Sachsen "nicht belohnt" hatten. Gerade, wenn man viele Spiele hatte, in denen man, obwohl etwas drin gewesen wäre, nichts geholt hat, "dann tut das gut", wenn man wieder einen Dreier holt. Der Sieg sei aufgrund "der ersten Halbzeit auch nicht unverdient", stellte der 42-Jährige fest, "auch wenn die zweite Halbzeit heute nicht die Beste war".

Ähnlich äußerte sich auch Alexander Rossipal, der mit seinem 1:0 die Weichen zum späteren Sieg gestellt hatte. "Wir haben oft geführt und uns nicht belohnt, haben es nicht geschafft, auch mal drei Punkte mitzunehmen, was öfter möglich war", erinnerte sich der 29-Jährige und betonte, was für ein gutes Gefühl es sei, "dass wir es jetzt geschafft haben, obwohl wir in der zweiten Halbzeit echt leiden mussten."

Rossipal lobte dabei den Start ins Spiel, man habe es nach vier bis fünf Minuten geschafft, "in Ballbesitzphasen zu kommen, geduldig zu bleiben, mit Diagonalbällen hinter die Kette zu kommen und über Verlagerungen Kontrolle zu bekommen. Das hat uns gutgetan." Für große Erleichterung sorgte dann zudem noch das 2:0 unmittelbar vor dem Pausenpfiff durch Vincent Vermeij.

Vermeijs Debüttor für Dresden

Es war das erste Tor des im Sommer aus Düsseldorf geholten Niederländers für Dresden - und die Erleichterung war groß. "Ich habe einen Tick länger gebraucht, als ich gehofft habe", sagte der 31-Jährige und führte als Grund seine Viruserkrankung zu Saisonbeginn an. Er sei von seinen Mitspielern "gut aufgenommen" worden, es sei "aber schwierig, wenn man nicht von Anfang an mit der Mannschaft trainiert".

Das weiß auch Stamm, der ebenfalls auf den komplizierten Start des Sommer-Neuzugangs verwies. "Es war schwierig, er hatte nur Individualtraining", so der mit Blick auf Vermeijs Anfangszeit bei Dynamo. Nach drei Einwechslungen stand der Niederländer gegen Nürnberg (1:2) erstmals in der Startelf, in Bochum traf er nun zum ersten Mal.

"Jetzt bin ich schon einige Wochen und Monate da", erklärte er seine aufsteigende Form und lobte dabei auch sein Verhältnis zu Stamm. "Der Trainer weiß, wie ich spiele, was ich gerne habe und wie ich kommuniziere - das passt einfach gut." Der Coach freute sich ebenfalls über das Tor seines Angreifers. "Für ihn war es sehr wichtig, für den Kopf, damit er sich Selbstvertrauen holen kann."

Lob und Kritik zugleich

Insgesamt war Stamm "zufrieden mit der ersten Halbzeit und natürlich mit den Punkten", er verwies aber auf Dinge, die man hätte besser machen können. So monierte er fehlende Entlastung in Hälfte zwei. "Wir hätten mit dem Tiefenball immer wieder Situationen klären können", erläuterte Stamm und meinte mit Blick auf kommende Spiele, dass es für seine Elf auch darum gehen wird, "mit Ballbesitz mehr Kontrolle zu bekommen, wenn Mannschaften - wie Bochum heute - kommen müssen".

Ungeachtet aller Mängel, am Ende standen drei Punkte und bei Stamm die Erkenntnis, dass man "durch Geschlossenheit auch gegen sehr gute Mannschaften" bestehen könne. "Man braucht keine perfekten Spiele, um Punkte mitzunehmen."