Nach seinem ersten Saisontor zeigte sich Renato Steffen im Interview mit dem SRF erleichtert. Er sei in diesem Jahr in einer "Spirale" gefangen gewesen. Dass er nun doch noch ein Tor geschossen hat, sieht er als gutes Omen für das Jahr 2026, in dem er auch ein bisschen mehr mit sich im Reinen sein will, damit er wieder voll angreifen kann. "Ich glaube, das habe ich mit dem Tor sicher gemacht. Alles abgeschüttelt für 2025 und ich kann zu 100 Prozent angreifen im 2026."
Um im Reinen zu sein, fehlten ihm im vergangenen Jahr mehrere Dinge. Er habe darauf gewartet, auch von der Nati einmal eine Entscheidung zu bekommen. Die Nati sei für ihn immer ein Aufhänger für seine Leistungen gewesen, auch eine Motivation. "Vielleicht habe ich dort gewartet, einmal ein definitives Nein zu bekommen und das war für mich sehr, sehr schwierig, mit dem umzugehen." Damit zurechtzukommen, zu sagen, dass es vorbei ist, habe lange gedauert.
Ganz abhaken will er die WM jedoch noch nicht: "Schlussendlich muss es ein Austausch zwischen beiden Parteien sein. Wenn man gut spielt, sind die Türen immer offen. Aber ich glaube, wenn man eineinhalb Jahre nicht dabei ist, tut es auch mal gut, wenn man weiss, dass es vorbei ist. Es ist schlussendlich auch endgültig für Muri (Murat Yakin, Amn.d.Red.), wenn du jemandem sagst, dass er nicht mehr dabei ist. Dann ist es auch endgültig von dieser Seite."
Eine Entscheidung wäre schön, er sei aber auch ein Mensch, der irgendwann von sich selbst sagt, es ist vorbei. Dann gäbe es aber auch keinen Weg zurück mehr. "Wenn es so sein soll, ist es auch ok für mich. Dann ist es für mich in Ordnung." Die Nati habe sehr gute Jungs, die sehr gut spielen.
Daher habe er auch kein Problem: "Ich weiss, dass ich 34 bin. Von dem her lasse ich die Bühne auch den Jungen, sie sollen dort gut spielen und sie machen es auch sehr gut. Und ich bin auch mega stolz auf unsere Nati. Von dem her bin ich völlig ok und ich bin im Reinen mit mir, was die Nati angeht und ich wünsche ihnen auf diesem Weg natürlich alles Gute für die WM."