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Sturm sucht neue Nummer eins - Böving bei Mainz "aktuell kein Thema"

kicker

Der SK Sturm befindet sich zwei Wochen vor Saisonbeginn auf der Suche nach einem Torhüter. Nach der Verletzung von Daniil Khudyakov, der nach dem Abgang des von Brighton ausgeliehenen Kjell Scherpen als Stammkeeper für die kommende Spielzeit vorgesehen war, wollen und müssen die Grazer auf dem Transfermarkt reagieren. Denn das Risiko, lediglich mit Matteo Bignetti, Elias Lorenz und Christoph Wiener-Pucher in die Saison zu gehen, ist dem Meister zu hoch.

"Alleine zahlenmäßig" werde man das Torhüterteam "wieder vervollständigen müssen", erklärte Geschäftsführer Sport Michael Parensen zuletzt gegenüber lokalen Medien. "Dementsprechend prüfen wir aktuell unsere Optionen und werden dann reagieren." Die Anforderungen an die Scouting-Abteilung sind klar: Angesichts Khudyakovs mehrmonatiger Verletzungspause soll möglichst rasch eine neue Nummer eins her.

Setzt Sturm erneut auf einen Leihspieler?

In der jüngeren Vergangenheit setzte Sturm im Tor stets auf Leihspieler (Arthur Okonkwo, Vitezslav Jaros und Scherpen), auch diesmal gilt eine Leihe als wahrscheinlichste Variante. Zu einer Rückkehr von Scherpen, der sich in Graz immer pudelwohl fühlte, wird es wohl nicht kommen. Für den Niederländer gibt es in Brighton zwar kein Vorbeikommen an seinem Landsmann Bart Verbruggen, laut einem Bericht der Kronen Zeitung ist der Premier-League-Klub aber vielmehr an einem Verkauf des 25-Jährigen als an einem neuerlichen Leihgeschäft interessiert. Für Sturm ist Scherpen, dessen Vertrag bei Brighton noch bis 2027 läuft, zu teuer.

Mögliche andere Kandidaten sind laut der Krone Florian Wiegele und Cican Stankovic. Wiegele, der in der Sturm-Jugend ausgebildet wurde, ist bei seinem Stammklub Viktoria Pilsen nicht erste Wahl und machte sich mit der Merkur Arena bereits im Frühjahr vertraut. Der 24-Jährige trug mit guten Leistungen zum Klassenerhalt des GAK bei, könnte bei Pilsen nach dem vorübergehenden Abgang von Viktor Baier zu BW Linz aber als Back-up gebraucht werden. Einfacher würden sich die Verhandlungen mit Ex-Salzburger Stankovic gestalten, der seit seinem Aus bei AEK Athen vereinslos ist.

Henriksen dementiert Einigung mit Böving

Unterdessen droht Sturm weiterhin der Abgang von William Böving, der in der abgelaufenen Saison unter Jürgen Säumel regelrecht aufblühte (zehn Treffer) und die Steirer am letzten Spieltag beim 1:1 gegen den WAC zum Meistertitel schoss. Zuletzt berichtete die L'Equipe über seinen bevorstehenden Wechsel in die Deutsche Bundesliga zu Mainz 05. Laut der französischen Sportzeitung soll die Grundablöse für den 22-Jährigen, dessen Vertrag in Graz im kommenden Sommer ausläuft, 4,5 Millionen Euro betragen.

Während Parensen zu den Gerüchten über Böving zuletzt nicht Stellung bezog, dementierte Mainz-Coach Bo Henriksen die vermeintliche Einigung mit seinem dänischen Landsmann. "Ich kenne ihn natürlich, aber Böving ist aktuell kein Thema. Vielleicht später", stellte der 50-Jährige am Freitag nach dem Testspiel in Alzenau (4:0) klar. "Wir haben einen guten Kader, aber wenn einer geht, müssen wir einen holen." Aktuell arbeitet Mainz daran, den großen Kader um ehemalige Leihspieler zu verkleinern. So stehen etwa Edimilson Fernandes und Marco Richter vor dem Absprung.