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Tarnats erste Eindrücke: "Ich habe erst gedacht, es ist die Isar"

kicker

Erzgebirge Aue steckt mittendrin im Abstiegskampf, hat nach 19. Spieltagen in der 3. Liga als Tabellenfünfzehnter nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone. Bei einem ersten Test im neuen Jahr zeigten die Veilchen übrigens gegen Bundesligist Union Berlin am Montagabend bei klirrender Kälte gute Ansätze und verloren knapp mit 1:2 (Quentin Fraulob erzielte beim Spiel über zweimal 60 Minuten den Treffer des Drittligisten).

Für Michael Tarnat ist die sportliche Misere jedoch keine Folge von mangelnder Qualität, denn der ehemalige Nationalspieler und Champions-League-Sieger bescheinigt den Veilchen eine große Qualität. "Ich weiß, dass es eine unglaubliche Qualität in der Kabine ist. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft besser ist als der Tabellenplatz", sagte Tarnat bei seiner Vorstellung und betonte, dass man nun "zusammen herausfinden muss, warum die PS nicht immer auf die Platte gekommen sind".

Tarnat, der nach dem Ende seiner Profi-Karriere beim FC Bayern München und Hannover 96 jeweils Leiter des Nachwuchsleistungszentrums gewesen war, verriet, dass er über das Angebot der Veilchen zunächst überrascht war und er gleich gesagt hatte, dass er sich ein Engagement aufgrund einer "super Infrastruktur", des "richtig interessanten Vereins" und der tollen Fans sehr gut vorstellen könne. Und dann stimmte es offenbar auch auf menschlicher Ebene, wie Tarnat sagte: "Ich hatte das Gefühl, dass die Menschen ähnlich ticken wie ich, offen sind für neue Sachen und ehrlich miteinander umgehen."

Neues Umfeld ist kein Kulturschock

Der 56-Jährige verriet dann auch, dass sich bei ihm schon "sehr viele" Berater gemeldet und Spieler angeboten hätten. "Nachdem es bekannt wurde, dass ich das hier mache, habe ich sehr viele Glückwünsche zum neuen Jahr bekommen - und dann haben sie direkt gesagt: 'Ich habe da mal einen Spieler'", verriet Tarnat, der sich durch sein neues Engagement auch persönlich umstellen wird müssen, schließlich verlässt er mit München eine Millionenmetropole und wird fortan in einer Stadt mit gerade 20.000 Einwohnern sein.

"Alle haben mir gesagt, das ist ein Kulturschock, wenn du aus der großen Stadt kommst", berichtete Tarnat und fügte scherzhaft an: "Aber ich empfinde das gar nicht so. Die Mulde fließt durch die Stadt - ich habe erst gedacht, es ist die Isar."