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Thioune pocht auf einen Siebert-Ersatz

kicker

"F" für Fortuna oder lieber für Fluktuation? Jamil Siebert verlässt bereits als elfter Spieler in diesem Sommer Fortuna Düsseldorf und wechselt für rund sechs Millionen Euro plus Zusatzoptionen zu US Lecce. Zwar gönnt Daniel Thioune seinem Spieler diesen "Aufstieg" in die Serie A, aber so kurz vor dem wichtigen dritten Saisonspiel in Paderborn tut dieser sportliche und menschliche Verlust eines Eigengewächses dem Trainer, der Mannschaft und dem Verein schon weh.

"Ich freue mich, dass sein Traum in Erfüllung geht, erstklassig zu spielen - und dass er bis zum letzten Tag in Düsseldorf alles dafür getan hat", erklärte Thioune. Weil sich der Innenverteidiger der Fortuna immer professionell verhalten habe, gebe es auch keinen Unmut beim 51-Jährigen. Er fand noch eine positive Wendung, nachdem er aufgezählt hatte, welcher materielle Gewinn dem Verlust der besten Spieler der vergangenen Jahre gegenübersteht. Yannik Engelhardt, Christos Tzolis, Isak Johannesson sowie jetzt der 23-jährige Jamil Siebert haben über 20 Millionen Euro an Transfereinnahmen in die Klubkasse gebracht und garantieren wegen der ausgehandelten Beteiligungen an späteren Verkäufen dieser Spieler noch weitere Erlöse.

Thioune will "den nächsten Jamil Siebert" finden

"Wir als Verein haben nun die Möglichkeit, den nächsten Jamil Siebert zu finden und zu entwickeln", sagte Thioune und hofft damit unter anderem auch auf die Weiterentwicklung von Kenneth Schmidt (23 Jahre), der im Spiel gegen Hannover bereits ins kalte Wasser geworfen worden war. Man sei gut aufgestellt, aber es ergibt auf jeden Fall Sinn, für diese Position noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden, meint Fortunas Coach. Daran würde in der sportlichen Leitung der Fortuna ebenso eifrig arbeiten, wie es Thioune bestätigte. Das gilt auch für der Suche nach einem weiteren Innenstürmer, der an der Seite von Cedric Itten stürmen oder als Backup dienen soll, nachdem zuletzt auch Vincent Vermeij die Düsseldorfer verlassen hatte.

Für das Spiel an diesem Samstag in Paderborn könnte sogar auch noch einmal Jordy de Wijs im Kader der Fortuna stehen, obwohl sich der Niederländer trotz der Sperre von Tim Oberdorf im Spiel gegen Hannover noch nicht einmal im Kader befunden hatte. Vielleicht ist auch die Personale von Elias Egouli interessanter für den Trainer, der den 23-Jährigen als einen der Gewinner des Trainingslagers bezeichnet hatte. Egouli war aber eigentlich fest in der U 23 eingeplant. Dennoch hat ihn Thioune bei den Profis an jedem Trainingstag dabei und ist überzeugt, dass er den Sprung schaffen kann. Verändern muss Daniel Thioune sein Team nun also auf jeden Fall - und mit seinem Trainerteam nicht nur die Automatismen weiter einspielen lassen, sondern auch mit den Veränderungen umgehen können.