Der Kohfeldt-Einstand am 14. September 2024 war ein zähes Spiel. Zwar gingen die Lilien durch Sergio Lopez in Führung, doch am Ende musste sich eine ziemlich verunsicherte Mannschaft mit einem 1:1 begnügen. Sportlich könne er sich bei seinem Team mittlerweile viel mehr als vor einem Jahr darauf verlassen, was bei der nun anstehenden Partie am Samstag passiere, sagte Kohfeldt mit Blick auf die Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten.
Insgesamt sei die Zeit "spannend, aufregend und toll mitzuerleben gewesen. Auch wenn es natürlich ernüchternde Momente wie die Durststrecke im Winter mit den vielen Verletzten und Niederlagen" gegeben habe oder er sich gewünscht habe, dass Prozesse schneller gingen. Persönlich habe er über die Zeit eine "tiefe emotionale Verbundenheit" zu dem Verein, den Personen und der Region entwickelt, wie er das zuvor nur in Bremen erlebt habe. Es wäre natürlich Quatsch, wenn er behauptet hätte, er habe schon als Kind im Darmstadt-Bettwäsche geschlafen. "Aber das Gefühl hat sich entwickelt, dass das hier ein Herzensverein für mich geworden ist."
Lopez drängt zurück ins Team
Personell fehlen gegen Braunschweig weiter Paul Will und Matthias Bader. Unklar ist noch, wie fit Jean-Paul Boetius von der Nationalmannschaft von Suriname zurückkehrt. Sicher wieder für die Anfangsformation zur Verfügung steht dagegen Lopez. Damit hat Kohfeldt wieder einen etatmäßigen Spieler für die Rechtsverteidiger-Position zur Verfügung, die zuletzt Sorgen bereitet hatte.
"Sergio ist wieder voll einsatzfähig", sagte Kohfeldt. Mit Blick auf dessen mehrwöchige Ausfallzeit erklärte der Coach: "Das war ein Geduldspiel, ihn nicht schneller reinzuwerfen, als es vernünftig gewesen wäre." Gegen Kaiserslautern war der Spieler in der Schlussphase eingewechselt worden, hatte dabei aber - wie der Rest des Teams - keine gute Figur gemacht. Doch nun habe Lopez beim Testspiel gegen Mannheim (5:5) in der Länderspielpause 90 Minuten gespielt und sei wieder eine Option für die Startelf.
Fernie nennt Saisonziel
Ebenfalls am Donnerstag gab Sportdirektor Paul Fernie das Saisonziel des SV Darmstadt 98 bekannt. Man wolle auf jeden Fall besser werden als vergangenen Saison und peile einen einstelligen Tabellenplatz an. Das würde in beiden Fällen bedeuten, dass man besser performe als das die finanziellen Möglichkeiten im Liga-Vergleich erwarten ließen.