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Titz: "Das ist nicht einfach und keine Selbstverständlichkeit"

kicker

Christian Titz atmet tief durch und überlegt. Beantworten kann er die Frage nicht, ob er schon einmal fünf Zweitliga-Spiele in Serie gewonnen hat. Darüber habe er noch nicht nachgedacht, sagt der Trainer von Hannover 96, der am Samstagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) das fünfte Ligaspiel dieser Saison in Folge gewinnen kann.

Zwölf Punkte: Hannover 96 hat an den ersten vier Spieltagen das Maximalergebnis erzielt. Nach dem 1:0 gegen Kaiserslautern folgte das 2:0 in Düsseldorf, der 3:1-Heimerfolg gegen Magdeburg und der 2:1-Sieg bei Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel. Im Spätspiel der nun anstehenden 5. Runde empfangen die Hannoveraner Aufstiegsmitfavorit Hertha BSC um Ex-96-Trainer Stefan Leitl. Die Heinz von Heiden-Arena ist mit 49.000 Zuschauern ausverkauft.

Hertha "gefährlich im Umschaltspiel"

Die Berliner, die mit vielen Hoffnungen in die neue Saison gestartet waren, legten einen Fehlstart hin: Zwei Remis und zwei Niederlagen sind aktuell gleichbedeutend mit dem vorletzten Tabellenplatz. Trotzdem ist Titz davon überzeugt, "dass Hertha einen Kader mit vielen guten Spielern hat. Sie sind gefährlich im Umschaltspiel und haben viel Geschwindigkeit in der letzten Linie".

96 geht natürlich ob des bisherigen Abschneidens als Favorit in diese Partie. Die Liga-Pause hat der Zweitliga-Tabellenführer auch genutzt, um zu relaxen. "Für einige Spieler war es gut und wichtig, dass sie in der Länderspielpause einmal kurz runterfahren konnten", berichtet der Trainer, der seiner Mannschaft nach zwei Einheiten am Dienstag für Mittwoch noch einmal freigegeben hat.

Bedeckt hält sich der 96-Coach noch, ob er am Samstag personelle Umstellungen vornehmen wird. Hendry Blank wäre ein Kandidat für die Dreier-Abwehrkette, in der Ime Okon zuletzt nicht immer den sichersten Eindruck hinterlassen hat. "Hendry ist ein Spieler, der uns Stabilität gibt. In Kiel war er gut, bei seinen Einsätzen davor auch", lobt Titz seinen Abwehr-Neuzugang. Auch der Finne Benjamin Källman, der bei seinen vier Einwechslungen schon drei Treffer erzielt hat, könnte eine Chance in der Startelf bekommen.

„Das Gute ist, dass wir viele Jungs haben, die ehrgeizig sind und sich einbringen.“ (96-Coach Christian Titz)

"Es ist natürlich legitim", führt Titz aus, "dass jeder von Beginn an spielen möchte. Das muss auch so sein. Das Gute ist, dass wir viele Jungs haben, die ehrgeizig sind und sich einbringen. Und wenn sie ins Spiel kommen und gebraucht werden, dann bringen sie ihre Leistung." Das sei für die Spieler, die nicht beginnen dürfen, "nicht einfach und keine Selbstverständlichkeit. Das ist aber auch ein Grund, warum wir die Saison bisher so stabil bestreiten konnten".

Auch für ihn als Trainer sei es nicht einfach, Entscheidungen zu treffen. 96 hat einen großen Kader. Das sei auch so gewollt, um das Trainingsniveau hochzuhalten, betont der Trainer immer wieder. Das birgt aber auch das Risiko, dass die Unzufriedenheit bei Spielern wächst, wenn sie nicht oder nur wenig berücksichtigt werden. "Wenn alle Spieler fit sind und auf einem ähnlichen Level, dann sind die Entscheidungen nicht leicht. Es ist aber auch menschlich, dass es dir mal leidtut, wenn einer nicht spielt, obwohl er nah dran ist", gibt Titz zu.