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Toptorjäger Bedia bleibt in Basel ohne Einsatz, eine Situation mit einem "Geschmäckle"

kicker

Mit 15 Toren ist Chris Bedia nicht nur gemeinsam mit Christian Fassnacht der beste YB-Torschütze, das Duo führt auch im Rennen um die Torjägerkrone in der Super League. Genau dieser Bedia musste am Samstag während 90 Minuten von der Seitenlinie mitverfolgen, wie seine Teamkollegen sich in Basel einen Punkt erkämpften.

Im Sturmzentrum gab Gerardo Seoane Winterneuzugang Samuel Essende den Vorzug, auch wenn der Millionentransfer weiterhin auf sein erstes Tor in Gelb-Schwarz wartet. Immerhin war Essende massgeblich am späten Ausgleich zum 3:3 beteiligt, sein Abschluss lenkte Ebrima Colley entscheidend aufs FCB-Tor ab.

Bedia sorgte derweil beim Aufwärmen für Aufmerksamkeit. Während YB in Rückstand lag, fing ihn eine Kamera grinsend und tänzelnd an der Seitenlinie ein, der ertappte Gesichtsausdruck des Stürmers sprach Bände. Im Studio von blue Sport löste der 30-Jährige grössere Diskussionen aus. Pascal Zuberbühler merkte an: "Das war nicht angebracht. Ich habe es vor dem Spiel gesagt: Ich sehe nicht dahinter, was bei YB mit Bedia abgeht. Aber da drehe ich durch, wenn ich das sehe." Auch Rolf Fringer stimmte seinem Expertenkollegen zu.

Für beide ist klar, dass man einem Stürmer mit 15 Saisontoren, wohl nicht grundlos einen Spieler wie Essende vor die Nase setze. Die beiden Experten spielten auf die unklare Zukunft von Bedia an. Der Ivorer spielt auf Leihbasis bei YB, im Sommer müssten die Berner für einen weiteren Verbleib die Kaufoption aktivieren, denn der 30-Jährige besitzt noch einen Vertrag bis 2027 bei Union Berlin. "Ich glaube nicht, dass sie mit Bedia in Zukunft rechnen, deshalb haben sie Essende geholt. Die ganze Geschichte zwischen Bedia und YB kennt man zwar nicht im Detail, es hat aber ein Geschmäckle."

"Etwas ist passiert, sonst macht das ja keiner. Das versteht kein Mensch, dass ein Trainer so jemanden nicht hineinbringt", mutmasst Fringer weiter. Der ehemalige Trainer vermutet Abmachungen oder Entscheidungen, die man noch nicht an die Öffentlichkeit getragen hat. Womöglich war dieses Topspiel aber tatsächlich ein Hinweis darauf, dass Bedias Zukunft nicht in Bern liegen wird.