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Trainerwechsel in Düsseldorf: Anfang folgt auf Thioune

kicker

"Als Reaktion auf den sportlich enttäuschenden Saisonstart und die Entwicklung der Mannschaft" hat sich Fortuna Düsseldorf für einen Trainerwechsel entschieden. Neben Daniel Thioune müssen auch die Co-Trainer Jan Hoepner und Manfred Stefes gehen.

Als Nachfolger wurde am Montag Markus Anfang bis Ende Juni 2027 verpflichtet. Der 51-Jährige bringt seinen Co-Trainer Florian Junge mit und leitet um 15 Uhr bereits die erste Einheit. "Mit Markus Anfang haben wir uns für einen exzellenten Kenner der 2. Bundesliga entschieden, der bereits gezeigt hat, dass er Mannschaften erfolgreich führen kann", sagte Sportvorstand Klaus Allofs.

Anfang trainierte zuletzt den 1. FC Kaiserslautern. In der Pfalz wurde er zwei Spieltage vor dem Ende der zurückliegenden Zweitliga-Saison mitten im Aufstiegskampf und nach drei Niederlagen in Serie freigestellt. Seinen größten Erfolg als Trainer feierte Anfang vor acht Jahren, als er mit Holstein Kiel in die 2. Liga aufstieg. Anschließend trainierte er unter anderem noch den 1. FC Köln, Werder Bremen und Dynamo Dresden.

Zu seiner aktiven Zeit stand Anfang schon zweimal bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag: einmal zu Bundesliga- und einmal zu Regionalliga-Zeiten. Neben Junge wird Anfang einen weiteren Co-Trainer zur Seite gestellt bekommen.

Thioune "ist bei der Fortuna jederzeit willkommen"

Thioune hingegen konnte sich am Montagmorgen von der Mannschaft verabschieden. Allofs unterstrich: "An dieser Stelle möchten wir Daniel Thioune für die geleistete Arbeit ausdrücklich danken. Er hat den Verein im Februar 2022 in einer schwierigen Situation übernommen und 2024 an die Schwelle zur Bundesliga sowie in das Halbfinale des DFB-Pokals geführt. Zudem zeigte er sich als ein hervorragender Botschafter des Vereins. Er ist bei der Fortuna jederzeit willkommen."

Nach durchwachsenem Start und Heimniederlagen gegen Hannover (0:2), Darmstadt (0:3) und Nürnberg (2:3) sowie einer zwischenzeitlichen Nullnummer gegen den KSC war die Kritik am 51-Jährigen immer lauter geworden. Allofs vermied ein klares Bekenntnis zum Trainer früh, dabei hatte der 68-Jährige selbst trotz der Abgänge der Leistungsträger Isak Johannesson und Jamil Siebert mit seiner Aussage, die Fortuna wolle in dieser Saison unbedingt aufsteigen, die Latte sehr früh sehr hoch gelegt.

Der 1:0-Sieg beim VfL Bochum, es war der dritte Sieg im vierten Auswärtsspiel, schien vermeintlich der Anfang der Wende. "Bochum war, was wir sehen wollten", bestätigte Allofs dann auch nach der Niederlage gegen Nürnberg, verwies dabei aber zugleich darauf, dass diese eben nicht eingeplant war. "Heute konnten wir diesen richtigen Schritt nicht weitergehen", hatte Allofs erklärt und betont, dass man sich in der Länderspielpause die Zeit nehmen wolle, die Dinge zu analysieren.

Über drei Jahre lang wirkte Thioune im Rheinland und das durchaus erfolgreich. Als Feuerwehrmann für den glücklosen Christian Preußer im Februar 2022 geholt, führte er die Fortuna vom Abstiegsrelegationsplatz auf Rang zehn, anschließend schlossen die Rheinländer stets einstellig ab: 2023/24 auf Platz vier, dann wurde man Dritter und scheiterte in der Relegation zum Aufstieg in die Bundesliga am VfL Bochum denkbar unglücklich: Nach einem furiosen 3:0-Hinspielsieg verlor man das Rückspiel zu Hause (!) 0:3 und hatte anschließend im Elfmeterschießen das Nachsehen (5:6). In der vergangenen Saison mischte F95 zwar ebenfalls lange oben mit, wurde am Ende aber Sechster.