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"Trauriger" Luis Diaz richtet sich an Hakimi

kicker

Auf der Tribüne litten die Bosse, auf dem Platz zehn Bayern-Profis - und irgendwo im Parc de Princes auch Luis Diaz. Der Flügelstürmer musste am Dienstagabend untätig mit ansehen, wie seine Kollegen mit aller Macht versuchten, erst die 2:0-Führung, dann den 2:1-Vorsprung gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain zu verteidigen. Und er wusste, was nach dem aufregendsten der nun vier Münchner Champions-League-Siege zu tun war.

"Er hat als Erster in der Kabine gestanden und hat jeden Spieler abgeklatscht", berichtete Sportvorstand Max Eberl über Diaz, der erst einen Doppelpack erzielt und dann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wegen eines heftigen Tritts gegen Achraf Hakimi glatt Rot gesehen hatte. "Er weiß, dass er der Mannschaft dankbar ist. Aber andererseits ist die Mannschaft auch ihm dankbar, dass er die zwei Tore geschossen hat."

Unter Tränen war Hakimi an seinem 27. Geburtstag vom Platz gehumpelt, beim Verlassen des Stadions wurde er später mit Krücken und einem Spezialschuh gesehen. Bayern-Trainer Vincent Kompany schickte bei der Pressekonferenz sofort beste Genesungswünsche an den Ex-Dortmunder: "Ich hoffe, dass es Hakimi schnell wieder besser geht, dass es nicht so schlimm ist. Wir haben es letzte Saison in Amerika mit Jamal Musiala erlebt. Diese Momente sind einfach nicht schön."

Kompany nimmt Diaz in Schutz: "Ein ganz ehrlicher Junge"

Am Tag darauf meldete sich schließlich auch Diaz selbst zu Wort. "Es war ein Abend voller Emotionen", schrieb der 28-jährige Kolumbianer bei Instagram. "Der Fußball erinnert uns immer wieder daran, dass in 90 Minuten alles passieren kann - im Guten wie im Schlechten. Ich war traurig, dass ich das Spiel nicht mit meinen Teamkollegen zu Ende bringen konnte, aber stolz auf ihren unglaublichen Einsatz."

Für Hakimi hatte er zwar keine öffentliche Entschuldigung parat, aber zumindest den Schlusssatz seines kurzen Statements: "Ich wünsche Hakimi eine schnelle Rückkehr auf den Platz." PSG-Trainer Luis Enrique hatte auf Kritik an Diaz verzichtet, und auch Kompany seinen Spieler in Schutz genommen: "Das ist ein ganz ehrlicher Junge. Er hat es nicht extra gemacht." Mindestens das Gastspiel beim FC Arsenal am 26. November wird der Ex-Liverpooler nun rotgesperrt verpassen.