Seit einigen Tagen kursieren Gerüchte über einen möglichen Winterwechsel von Lea Schüller zu Manchester United - unter anderem The Athletic hatte darüber berichtet. Am Montagabend verdichteten sich die Anzeichen, obwohl - oder gerade weil - Schüller nicht dem Münchner Spieltagskader angehörte.
Laut Mitteilung des FC Bayern handelte es sich um einen "krankheitsbedingten" Ausfall, der die Stürmerin allerdings nicht davon abhielt, ihre Mitspielerinnen beim 3:0-Erfolg in Leverkusen zu unterstützen. So nahm Schüller neben ihrer am Kreuzband verletzten Teamkollegin und Freundin Lena Oberdorf auf der Tribüne Platz und verfolgte das durchaus diskussionswürdige Geschehen von den Rängen aus.
„Es wird ein, zwei Veränderungen in Richtung Winter geben.“ (Bianca Rech)
Bereits vor dem Anpfiff wurde Bianca Rech auf Schüllers potenziellen Abgang zu den Red Devils angesprochen, blieb im Interview bei MagentaSport aber ihrem Grundsatz treu, "nichts zu laufenden Prozessen zu sagen". Eine Andeutung ließ sich die Direktorin der Bayern-Frauen dann allerdings doch entlocken: "Es wird ein, zwei Veränderungen in Richtung Winter geben."
Dass diese Veränderungen auch einen Abgang von Schüller inkludieren, gilt spätestens seit Montagabend als durchaus realistisch. Als die 28-Jährige nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit dem Team vor die mitgereisten Auswärtsfans trat, konnte sie sich ein paar Tränen nicht verkneifen. Es folgten Umarmungen ihrer Mitspielerinnen, die diesen Status aller Voraussicht nach nicht mehr lange innehaben werden.
Schüller büßt an Stellenwert ein
Angesichts der Winterpause könnte es die letzte Chance für Schüller gewesen sein, sich von den Fans des FC Bayern, für den sie seit Sommer 2020 auf Torejagd geht, zu verabschieden. Sowohl unter FCB-Coach José Barcala als auch in der deutschen Nationalmannschaft, für die die Angreiferin in 82 Länderspielen auf 54 Treffer kommt, verlor Schüller in den letzten Monaten an sportlicher Bedeutung.
In der aktuellen Saison traf die Offensivspielerin in 14 Pflichtspieleinsätzen sechsmal für den amtierenden Tabellenführer, davon fünfmal in der Liga und einmal in der Königsklasse. Ihr Vertrag in München ist derweil noch bis zum Ende der laufenden Saison gültig, doch das könnte sich zeitnah ändern.