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"Umstrittenste Szene" der Supercopa: Was sollte die Mbappé-Geste?

kicker

Mit einem vermeintlich unsportlichen Verhalten bei der Siegehrung für den FC Barcelona hat Real Madrids Superstar Kylian Mbappé für Diskussionen gesorgt. "Geste eines schlechten Verlierers", schrieb die Sportzeitung Mundo deportivo nach der Supercopa. Und bei Sport hieß es: "Die umstrittenste Szene des Supercup-Finales ereignete sich nach dem Schlusspfiff."

Was war passiert? Nach ihrem 3:2-Sieg bildeten die Barca-Profis wie bei Siegerehrungen üblich ein Spalier für Verlierer Real. Als die Madrilenen ihre Medaillen bekamen, schien Mbappé in Richtung der gegnerischen Spieler zu zeigen und Real-Profis, die auf dem Weg dorthin waren, zurückzuwinken.

So interpretieren Medien die Mbappé-Geste

"Nachdem er die Medaille für den zweiten Platz erhalten hatte, gab er seinen Teamkollegen von Real Madrid ein deutliches Zeichen, das Spielfeld zu verlassen und sich in die Umkleidekabine zu begeben", hieß es bei der Marca. Mbappé hätte sich entschieden, nicht zu bleiben und den Abgang der Mannschaft zu beschleunigen, um die Übergabe des Pokals nicht mitanzusehen.

"Er forderte seine Mitspieler auf, nicht der Mannschaft von Hansi Flick zu applaudieren", interpretierte Mundo deportivo den Vorgang. Mbappé habe seinen Mitspielern etwas gesagt und diese hätten anschließend für Barca keinen Siegerkorridor gebildet, hieß es bei Sport.

Einem anderen Bericht zufolge soll Real argumentiert haben, dass der spanische Verband die Spieler gebeten habe, wegen der Kameraeinstellungen in einen anderen Bereich zu gehen. Eindeutig aufklären kann das Geschehen wohl nur Mbappé selbst.

Starke Mbappé-Minuten reichen nicht

Der französische Nationalspieler war bei der Niederlage im saudi-arabischen Jeddah in der 76. Minute eingewechselt worden und hatte damit seine Rückkehr nach einer Knieverletzung gefeiert. In der Nachspielzeit musste der 27-Jährige ein übles Foul von Frenkie de Jong einstecken. Der Niederländer vom FC Barcelona sah dafür die Rote Karte. Kurz darauf glänzte Mbappé mit einem Pass in die Lücke zu Arda Güler, der zu einer Riesenchance zum Ausgleich führte, jedoch von den Mitspielern nicht veredelt wurde. Und so reichten 20 Minuten von Mbappé nicht aus, um die Niederlage von Real Madrid zu verhindern.

Xabi Alonso will nach vorne schauen

Xabi Alonso steht nach dieser nun wieder unter Druck, nachdem die Königlichen zuvor wettbewerbsübergreifend fünf Siege eingefahren hatten. Die Niederlage jedenfalls, legte Xabi Alonso nahe, sei verkraftbar. "Von all unseren Wettbewerben ist dieser der unwichtigste", sagte der 44-Jährige und betonte: "Es ist an der Zeit, nach vorne zu schauen." Zum Beispiel auf die Champions League, in der Real in diesem Monat die AS Monaco empfängt und auswärts bei Benfica gefordert ist.