"Ich war auf jeden Fall nicht vorbereitet", schmunzelte Undav am Sky-Mikrofon. Denn eigentlich war für den 29-Jährigen gar kein Platz in der Startelf vorgesehen. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß tauschte seine gesamte Elf aus, musste wegen Tiago Tomas' Oberschenkelproblemen aber kurz vor dem Anpfiff umdisponieren und ließ schließlich doch den Nationalspieler beginnen.
"Ich weiß ab jetzt, dass ich auch, wenn ich auf der Bank bin, mich so vorbereite, dass ich direkt von Anfang an spielen kann. Ich war selber überrascht. Es war auf jeden Fall schwerer für mich reinzukommen, weil die Jungs schon warm waren und ich halt nicht." Am Ende fügte sich Undav ordentlich ein, legte den Treffer zum 2:0 auf und konnte zufrieden sein.
"Wir haben uns nicht provozieren lassen. Mainz wollte eine Reaktion zeigen und hat sehr viele Fouls gemacht, sie haben immer ein bisschen nachgetreten", stellte Undav fest und spielte damit sicherlich auch auf die Anfangsphase an. Der FSV rutschte unvorsichtig in Zweikämpfe, Innenverteidiger Andreas Hanche-Olesen sah nach nur 15 Sekunden für ein hartes Foul an Bilal El Khannouss Gelb. "Wir haben uns nicht einkriegen lassen und dagegen gehalten."
Keine Beschwerde über die eigene Verwarnung
Besonders genervt war Undav von Dominik Kohr. "Der Kohr ist nur am foulen gewesen - vor allem nach seiner Gelben Karte. Der hat noch zwei, drei, vier Fouls gemacht, wo ich mich dann irgendwann aufgeregt habe, weil du als Schiri das irgendwann unterbinden musst." Ginge es nach Undav, hätte Referee Deniz Aytekin den Mainzer Innenverteidiger vom Feld schicken sollen. Stattdessen verwarnte der routinierte Schiedsrichter auch Undav, weil der energisch seinen Unmut kundtat.
"Das (Aufregen, Anm. d. Red.) habe ich irgendwann lauter gemacht und dann auch verdientermaßen die Gelbe Karte bekommen - ich beschwere mich auch nicht darüber. Aber das meinte ich ja: Die sind eklig in den Zweikämpfen und irgendwann musst du mal als Schiri das Spiel unterbinden und einfach mal ganz klar nach der Gelben Karte eine Gelb-Rote geben", forderte Undav. "Weil er (Kohr, d. Red.) ist ja auch bekannt dafür, Leute zu verletzen. Deswegen sollte er auch irgendwann mal bestraft werden dafür."